Der S&P 500 ETF sieht sich derzeit mit einem komplexen Zusammenspiel aus starken Unternehmensgewinnen und wachsenden makroökonomischen Risiken konfrontiert. Während der Technologiesektor das Wachstum stützt, sorgen ein verhaltener Ausblick des Einzelhandelsriesen Walmart und geopolitische Spannungen für Verunsicherung. Reicht die Dynamik der KI-Gewinner aus, um die aufkommende Skepsis im Konsumsektor zu überlagern?

Walmart dämpft die Erwartungen

Obwohl die aktuelle Berichtssaison fundamental überzeugt, trübte der Ausblick von Walmart die Stimmung im Einzelhandel deutlich. Der Branchenriese übertraf zwar beim Quartalsumsatz die Erwartungen, blieb jedoch bei der Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2026 hinter den Schätzungen der Analysten zurück. Diese Vorsicht belastete den S&P 500 ETF, der die 500 größten US-Unternehmen abbildet, am Donnerstag spürbar.

Dem gegenüber steht eine insgesamt robuste Verfassung der US-Wirtschaft. Rund 85 Prozent der Indexmitglieder haben ihre Zahlen bereits vorgelegt und weisen ein durchschnittliches Gewinnwachstum von fast 12 Prozent auf. Besonders das Umsatzwachstum von 9 Prozent unterstreicht die Dynamik in den Sektoren Informationstechnologie und Kommunikationsdienste, die weiterhin als Haupttreiber des Marktes fungieren.

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Geopolitik und Zinspfade im Blick

Zusätzlich zu den Unternehmenszahlen rücken geopolitische Risiken wieder stärker in den Fokus. Spannungen zwischen den USA und dem Iran ließen die Ölpreise steigen, wobei die Sorte WTI die Marke von 66 US-Dollar ins Visier nahm. Während dies Energiekonzernen wie ExxonMobil und Chevron im Index Auftrieb verleiht, wachsen gleichzeitig die Inflationssorgen.

Diese Entwicklung könnte die Geldpolitik der Federal Reserve beeinflussen. Angesichts eines weiterhin starken Arbeitsmarktes mit niedrigen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe am Donnerstag wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die Notenbank die Zinsen länger auf dem aktuellen Niveau belassen wird als bisher erhofft.

Der Kurs des iShares Core S&P 500 UCITS ETF stabilisierte sich heute bei 58,10 Euro, nachdem der zugrunde liegende Index am Vortag leicht nachgegeben hatte. Damit notiert der ETF weiterhin nur rund 2,7 Prozent unter seinem jüngsten 52-Wochen-Hoch.

Fokus auf Tech-Giganten

Innerhalb des ETFs bleibt die Konzentration auf Schwergewichte wie Nvidia hoch, die mit einer Gewichtung von über 7,5 Prozent die Richtung maßgeblich vorgeben. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob das starke Umsatzwachstum der Unternehmen ausreicht, um die steigenden Kosten durch die Energiepreis-Volatilität und die vorsichtigen Prognosen aus dem Konsumbereich auszugleichen. Besonders die anstehenden Quartalszahlen der großen Halbleiterhersteller werden hierfür den entscheidenden Impuls liefern.

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