Salesforce will Marketing-Nachrichten von einer Einbahnstraße in einen direkten Verkaufskanal verwandeln. Mit neuen autonomen KI-Agenten sollen E-Mails und WhatsApp-Nachrichten nicht mehr nur informieren, sondern eigenständig Verkaufsabschlüsse erzielen. Für Anleger stellt sich die Frage: Kann diese technologische Offensive die skeptischen Stimmen zur Monetarisierung der KI-Strategie verstummen lassen?

Vom Chat direkt zum Abschluss

Der Kern des aktuellen Updates zielt auf ein bekanntes Problem im E-Commerce: den Bruch zwischen einer Marketing-Benachrichtigung und dem tatsächlichen Kauf. Bisher waren Nachrichten in Kanälen wie SMS oder WhatsApp meist als "Do not reply"-Aussendungen konzipiert. Die neuen autonomen Agenten in "Agentforce Commerce" sollen dies ändern, indem sie echte Dialoge führen.

Die Technologie befähigt die Software, eigenständig Verhandlungen zu führen, personalisierte Angebote zu erstellen und den Verkauf direkt im Chat abzuschließen. Laut Salesforce können diese Agenten Tausende von Kundenantworten gleichzeitig bearbeiten – ein Volumen, das für menschliche Vertriebsteams nicht zu bewältigen wäre. Damit versucht der Konzern, reine Servicekosten in direkte Umsatztreiber umzuwandeln.

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Strategie der "AI Fluency"

Flankiert wird das technische Upgrade durch eine strategische Initiative. Am Freitag veröffentlichte das Unternehmen sein "AI Fluency Playbook", einen Leitfaden zur Integration von KI-Agenten in die menschliche Belegschaft. Salesforce positioniert sich dabei als "Customer Zero": Um skeptischen Firmenkunden die Praxistauglichkeit zu beweisen, nutzen nach eigenen Angaben bereits 85 Prozent der Mitarbeiter die internen KI-Tools zur Produktivitätssteigerung.

Skepsis am Markt

Trotz dieser Fortschritte bewegt sich die Aktie weiterhin in einem herausfordernden Umfeld. Zwar konnte das Papier in den letzten 30 Tagen um rund 15 Prozent zulegen und notiert aktuell nahe der 260-US-Dollar-Marke, doch Marktbeobachter bleiben vorsichtig.

Das Analystenlager tendiert zwar mehrheitlich zu "Moderate Buy", äußert jedoch Bedenken hinsichtlich der Geschwindigkeit, mit der KI-Produkte zu barem Geld werden. Kritiker verweisen auf den noch geringen Umsatzanteil der neuen Tools bei gleichzeitig steigenden Infrastrukturkosten. Die im November 2025 abgeschlossene Integration von Informatica liefert zwar das notwendige Datenfundament, doch der Markt wartet nun auf konkrete Belege für das erhoffte Umsatzwachstum.

Entscheidende Phase

Das Update signalisiert den Übergang in die aggressive Implementierungsphase der KI-Strategie. Der Schritt vom reinen CRM-Management hin zur autonomen Verkaufsabwicklung ist eine logische Erweiterung des Geschäftsmodells. Für Investoren wird die Adaptionsrate der neuen "Two-Way"-Features in den kommenden Wochen zur wichtigsten Kennzahl. Nur wenn Großkunden die Technologie zügig annehmen und sich dies in den Bilanzen niederschlägt, dürfte der erhoffte Umsatzschub im Geschäftsjahr 2026 Realität werden.

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