Salesforce Aktie: KI treibt
Salesforce liefert starke Zahlen – und setzt gleichzeitig ein klares Signal an den Kapitalmarkt: mehr Rückflüsse für Aktionäre und noch mehr Fokus auf KI. Doch genau dort verändert sich gerade das Spielfeld im SaaS-Markt rasant. Wie belastbar ist das Wachstum, wenn Kunden ihre Software-Stacks zunehmend „AI-native“ denken?
Starke Zahlen, mehr Rückflüsse
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (Ende: 31. Januar 2026) steigerte Salesforce den Umsatz auf 11,2 Mrd. US-Dollar – ein Plus von 12% zum Vorjahr. Der wichtigste Block, Subscription- und Support-Erlöse, wuchs sogar um 13% auf 10,7 Mrd. US-Dollar.
Parallel dazu drehte das Management an zwei Stellschrauben für Aktionärsrendite: Ein neues Aktienrückkaufprogramm über 50 Mrd. US-Dollar wurde genehmigt. Außerdem erhöhte Salesforce die Quartalsdividende um 5,8% auf 0,44 US-Dollar je Aktie. Auf Jahressicht kam Salesforce im Geschäftsjahr 2026 auf 41,5 Mrd. US-Dollar Umsatz (+10%).
Cashflow und Auftragsbestand als Stabilitätsanker
Auffällig war vor allem die Ergebnisqualität: Der Non-GAAP-Gewinn je Aktie lag bei 3,81 US-Dollar und damit klar über dem Analystenkonsens von 3,05 US-Dollar. Dazu passte ein hoher operativer Cashflow: 5,46 Mrd. US-Dollar im Quartal und 15,0 Mrd. US-Dollar im Gesamtjahr.
Auch die „Auftrags-Pipeline“ in Form der verbleibenden Leistungsverpflichtungen zog an. Die aktuellen Remaining Performance Obligations (cRPO) stiegen um 16% auf 35,1 Mrd. US-Dollar, die gesamten RPO um 14% auf 72,4 Mrd. US-Dollar. Das ist wichtig, weil es die Visibilität für künftige Umsätze stützt – selbst wenn das Umfeld rauer wird.
KI als Wachstumsmotor – aber SaaS steht unter Druck
Im KI-Portfolio schiebt vor allem Agentforce: Das Produkt erreichte ein Annual Recurring Revenue (ARR) von 800 Mio. US-Dollar, ein Wachstum von 169% zum Vorjahr. Zusammen mit „Data 360“ lag das kombinierte ARR laut Unternehmen bei über 2,9 Mrd. US-Dollar. Im Quartal wurden mehr als 29.000 Agentforce-Deals abgeschlossen, 50% mehr als im Vorquartal. Zusätzlich nennt Salesforce operative Nutzungskennzahlen: über 19 Billionen verarbeitete Tokens und 2,4 Mrd. „Agentic Work Units“.
Trotzdem kommt der Gegenwind nicht aus den eigenen Zahlen, sondern aus der Branchenlogik. Im SaaS-Markt verschieben sich Prioritäten: Investoren und Kunden bevorzugen zunehmend KI-native Infrastruktur statt breiter Standard-Tools. Unternehmen prüfen zudem eigene KI-Lösungen als Ersatz für klassische SaaS-Abos – das stellt insbesondere die verbreiteten „Pro-Sitz“-Preismodelle infrage. Als Beispiel nennt der Bericht Klarna, das Ende 2024 sein Salesforce-CRM durch eine interne KI-Architektur ersetzte. Diese Gemengelage trug laut Text auch zum Software-Ausverkauf Anfang Februar 2026 bei, bei dem fast 1 Billion US-Dollar Börsenwert im Sektor ausgelöscht wurde.
Zur Marktreaktion: Nach den Zahlen gab die Aktie zunächst um 2,3% bis 4% nach. In den bereitgestellten Kursdaten zeigt sich zuletzt zwar eine Erholung über die Woche (+9,06%), über 12 Monate steht der Titel aber deutlich tiefer (-41,04%).
Am Ausblick hielt Salesforce grundsätzlich das Wachstumstempo: Für das Geschäftsjahr 2027 stellte das Management 45,8 bis 46,2 Mrd. US-Dollar Umsatz in Aussicht (entspricht 10% bis 11% Wachstum), für das erste Quartal 11,03 bis 11,08 Mrd. US-Dollar. Zusätzlich wurde das Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2030 auf 63 Mrd. US-Dollar angehoben.
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