Salesforce Aktie: KI-Erfolge verpuffen
Der Softwarekonzern Salesforce drückt beim Thema Künstliche Intelligenz aufs Tempo und untermauert das eigene Selbstbewusstsein mit einem gigantischen Aktienrückkaufprogramm. Während die operativen Zahlen die Erwartungen übertreffen und neue KI-Dienste rasant wachsen, zeigt der Blick auf den Chart ein völlig anderes Bild. Anleger scheinen sich derzeit mehr um strukturelle Branchenprobleme zu sorgen, als die fundamentalen Erfolge des Unternehmens zu honorieren.
Neue KI-Schmiede und starkes Wachstum
Um die Entwicklung von der reinen Forschung hin zu marktreifen Anwendungen zu beschleunigen, hat das Unternehmen gestern den neuen Dienst „AI Foundry“ vorgestellt. Dieser Schritt soll die Zusammenarbeit mit Kunden und akademischen Partnern intensivieren, um fortschrittliche Modelle in praktische Geschäftsanwendungen zu überführen. Dass die Strategie im Bereich der Künstlichen Intelligenz bereits Früchte trägt, belegen die jüngsten Quartalszahlen. Die Plattform „Agentforce“ verzeichnete zuletzt einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von 800 Millionen US-Dollar – ein Plus von 169 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt belaufen sich die KI-bezogenen Erlöse bereits auf 2,9 Milliarden US-Dollar.
Branchensorgen belasten den Kurs
Verantwortlich für die anhaltende Zurückhaltung am Markt sind vor allem Ängste vor einem Umbruch im Softwaresektor. Investoren befürchten, dass autonome KI-Agenten die traditionellen Lizenzmodelle, bei denen pro Nutzer abgerechnet wird, mittelfristig überflüssig machen könnten. Diese Bedenken spiegeln sich deutlich im Aktienkurs wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier über 28 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell fast 24 Prozent unter der wichtigen 200-Tage-Linie.
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Das Management hält die eigene Aktie auf diesem Niveau offenbar für unterbewertet. Als Gegenmaßnahme startete Salesforce Mitte März ein beschleunigtes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 25 Milliarden US-Dollar, das vollständig über neue Schulden finanziert wird.
Langfristige Ziele bleiben ambitioniert
Operativ lässt sich das Unternehmen von der schlechten Marktstimmung kaum beirren. Im abgelaufenen vierten Quartal übertraf der Gewinn je Aktie mit 3,81 US-Dollar die Analystenschätzungen deutlich. Auch der Blick in die Zukunft fällt optimistisch aus: Bis zum Geschäftsjahr 2030 peilt das Management einen Jahresumsatz von 63 Milliarden US-Dollar sowie eine operative Marge von rund 40 Prozent an.
Die fundamentale Entwicklung und die ehrgeizigen Langfristziele stehen derzeit in einem starken Kontrast zur technischen Verfassung der Aktie. Während rund drei Viertel der Analysten weiterhin zum Kauf raten und ein durchschnittliches Kursziel im Bereich von 280 US-Dollar ausgeben, bleibt der Abwärtsdruck auf dem aktuellen Preisniveau von rund 155 Euro bestehen. Das schuldenfinanzierte Rückkaufprogramm fungiert nun als direkter Test, ob das Management die Skepsis des Marktes bezüglich der zukünftigen Lizenzmodelle mit harter Währung überwinden kann.
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