Salesforce Aktie: Wachstum ohne Vertrauen
Agentforce wächst um 169 Prozent, 29.000 Deals wurden abgeschlossen, und trotzdem fällt die Aktie. Salesforce steckt in einem Glaubwürdigkeitsproblem: Die KI-Plattform liefert beeindruckende Zahlen, doch der Markt schaut auf etwas anderes.
Der Kern des Problems liegt in der Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027. Salesforce erwartet ein Wachstum von 10 bis 11 Prozent auf 45,8 bis 46,2 Milliarden Dollar — klingt solide, ist aber eine deutliche Verlangsamung gegenüber früheren Jahren. Zieht man den Beitrag der Informatica-Übernahme heraus, verbleiben organisch nur 7 bis 8 Prozent Wachstum. Für ein Unternehmen, das mit KI-Reacceleration wirbt, ist das zu wenig.
Anthropic als Katalysator des Ausverkaufs
Den jüngsten Kursrückgang von rund 5,8 Prozent am Dienstag löste ein Update von Anthropic aus: Dessen KI-Agent kann nun eigenständig Aufgaben auf einem Computer ausführen. Die Sorge dahinter ist strukturell — wenn externe KI-Agenten die Funktionen klassischer Enterprise-Software übernehmen können, gerät das Kerngeschäft von CRM-Anbietern unter Druck. Hinzu kommt der Anstieg der zehnjährigen US-Staatsanleiherendite auf 4,39 Prozent, der die Bewertungsmultiplikatoren für Wachstumstitel weiter komprimiert hat.
Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 27 Prozent verloren und notiert damit deutlich unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts.
Insider kaufen, Bilanz leidet
Während Anleger verkaufen, greifen Unternehmensinsider zu. Director David Kirk erwarb am 18. März 2.570 Aktien, einen Tag später kaufte Director Laura Alber weitere 2.571 Stück. Beide Transaktionen sind in SEC-Unterlagen dokumentiert.
Gleichzeitig hat Salesforce mit dem 25-Milliarden-Dollar-Aktienrückkauf über ein beschleunigtes Rückkaufprogramm — dem laut Unternehmensangaben größten seiner Art in der Geschichte — erhebliche Schulden aufgebaut. Die Finanzierung erfolgte über mehrstufige Anleihen mit Laufzeiten bis 2066 sowie einen neuen Fünfjahreskredit über 6 Milliarden Dollar. S&P Global hat daraufhin das Kreditrating gesenkt.
Der entscheidende Test kommt im Mai
Die eigentliche Frage ist, ob Agentforce und die Datenprodukte schnell genug wachsen, um die Verlangsamung im klassischen CRM-Geschäft zu kompensieren. Management hat das Wachstum der neu abgeschlossenen Auftragsvolumina als zentralen Indikator für eine Erholung in der zweiten Jahreshälfte benannt. Die Quartalszahlen für Q1 FY27, erwartet für den 26. Mai 2026, werden zeigen, ob das cRPO-Wachstum von prognostizierten 14 Prozent tatsächlich eintrifft — und ob der Markt bereit ist, Agentforce endlich in die Bewertung einzupreisen.
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