Salesforce startet ins neue Jahr mit einem klaren Schwerpunkt: Künstliche Intelligenz soll den Konzern zurück auf Wachstumskurs an der Börse bringen. Im Mittelpunkt steht dabei die Agentforce-Plattform, die deutlich schneller wächst als das klassische CRM-Geschäft. Spannend ist vor allem der Kontrast zwischen starkem operativem Momentum und einem Kurs, der sich von seinen Höchstständen noch klar entfernt bewegt.

Schwaches Jahr, erhöhter Druck

2025 lief für die Aktie alles andere als rund. Auf Jahressicht steht ein Rückgang von rund 20 % zu Buche, damit blieb der Titel klar hinter vielen Technologiewerten zurück. Nach einem Rekordhoch im Dezember 2024 hat sich der Kurs deutlich abgeschwächt und notiert weiter klar unter diesem Niveau.

Auch im kurzfristigen Bild zeigt sich eine gemischte Lage: Auf Sicht von sieben Tagen liegt die Aktie leicht im Minus, während sie in den vergangenen 30 Tagen deutlich zweistellig zugelegt hat. Mit einem Schlusskurs von 265,32 US‑Dollar gestern und einem Abstand von gut 20 % zum 50‑Tage-Durchschnitt hat der Wert zuletzt spürbar angezogen, bleibt aber noch weit vom 52‑Wochen-Hoch entfernt.

Die Volatilität der vergangenen Monate ist hoch, was zum Teil die Unsicherheit widerspiegelt, ob das neue KI-Narrativ den Kurs nachhaltig stützen kann.

Agentforce als Wachstumsstory

Inhaltlich dreht sich bei Salesforce derzeit vieles um Agentforce. Die Plattform steht für einen Strategiewechsel hin zu sogenannter „agentic AI“ – also KI-Agenten, die eigenständig geschäftliche Aufgaben ausführen, statt nur Texte zu generieren.

Die jüngsten Zahlen zeigen, warum dieses Thema für das Management so wichtig ist:

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  • Agentforce-ARR (wiederkehrender Jahresumsatz) ist um 330 % gestiegen
  • Deutliches Signal für hohe Nachfrage nach automatisierten Workflows im Unternehmensumfeld
  • Die KI-Angebote sind eng in das bestehende Produktökosystem eingebettet und tragen zu den Q3-Umsätzen bei

Salesforce richtet seine Entwicklung klar in Richtung „deterministische Automatisierung“ aus. Hintergrund ist der Wunsch nach besser kontrollierbaren, zuverlässigeren KI-Anwendungen in Unternehmen, als dies bei reinen Large-Language-Model-Lösungen häufig der Fall ist. Für Kunden geht es darum, geschäftskritische Prozesse automatisiert und reproduzierbar abzubilden – nicht nur um beeindruckende KI-Demos.

Operativ spiegelt sich dieser Fokus bereits in den Zahlen wider: Im dritten Quartal erzielte Salesforce einen Umsatz von 10,3 Milliarden US‑Dollar, ein Plus von 9 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung lag leicht über den Markterwartungen und wurde von einer soliden Profitabilität flankiert – die non-GAAP- operative Marge lag bei rund 35,5 %.

Bewertung und Blick der Analysten

Trotz der Kursflaute steht Salesforce finanziell stabil da. Die Kombination aus wachsendem Umsatz, hoher Marge und einer breiter werdenden KI-Plattform sorgt dafür, dass viele Marktteilnehmer die aktuelle Bewertung aufmerksam betrachten.

Auf Basis der letzten Gewinne liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei etwa 40, wobei die Forward-Schätzungen bei rund 22,6x gesehen werden. Einige Analysten werten dies als Abschlag gegenüber den historischen Multiples und sehen darin eine Chance – insbesondere, weil die Dynamik im Agentforce-Geschäft aus ihrer Sicht noch nicht vollständig im Kurs reflektiert ist.

Mehrere Häuser haben die Aktie zum Ende des vergangenen Jahres als „Top Pick“ für 2026 eingeordnet. Begründet wird dies mit der Diskrepanz zwischen der operativen Entwicklung, vor allem im KI-Bereich, und der eher verhaltenen Kursperformance seit dem Hoch.

Ausblick auf 2026

Für die kommenden Monate wird entscheidend sein, ob das starke Wachstum von Agentforce in messbare Effekte auf Gesamtumsatz und Gewinnmargen mündet. Gelingt es, die dreistelligen Zuwachsraten in nachhaltiges Plattformwachstum zu übersetzen, könnte sich der Bewertungsabschlag zur eigenen Vergangenheit Schritt für Schritt schließen.

Im Fokus stehen dabei vor allem die kommenden Quartalsberichte 2026: Dort wird sich zeigen, ob Agentforce vom Hoffnungsträger zum verlässlichen Wachstumstreiber für den gesamten Konzern wird und ob der Aktienkurs der operativen Entwicklung folgen kann.

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