Salesforce steht mit dem Rücken zur Wand. Nach einem brutalen Börsenjahr und massiven Kursverlusten blicken Anleger nun gebannt auf den kommenden Mittwoch. Kann der Software-Gigant beweisen, dass seine KI-Strategie mehr ist als nur heißer Dampf, oder droht der nächste Nackenschlag für das ohnehin angeschlagene Papier?

Zahlenwerk der Wahrheit

Der kommende Mittwoch, der 3. Dezember, markiert für Salesforce den wohl wichtigsten Termin des Jahres. Wenn der Konzern seine Bücher für das dritte Geschäftsquartal öffnet, geht es für Investoren um weit mehr als nur die erwarteten Umsatzzahlen von rund 10,2 bis 10,3 Milliarden US-Dollar.

Der Markt fordert Beweise. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht "Agentforce", die neue Plattform für künstliche Intelligenz des Unternehmens. Die Geduld der Anleger ist erschöpft: Sie wollen sehen, dass der massive Schwenk hin zu KI-Agenten nicht nur in der Pipeline existiert, sondern bereits konkrete Umsätze generiert. Sollte das Management hier keine harten Fakten zur Monetarisierung und Kundenakzeptanz vorlegen, dürfte das Vertrauen weiter erodieren. Auch die Prognose für das Gesamtjahr wird entscheidend sein – jede Korrektur nach unten könnte einen sofortigen Abverkauf auslösen.

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Gewagte Wette auf Daten

Die Nervosität wird durch die erst am 18. November abgeschlossene Übernahme von Informatica verstärkt. Dieser strategische Schachzug soll das Fundament für die KI-Offensive stärken, indem er das Datenmanagement optimiert – eine Grundvoraussetzung für funktionierende KI-Anwendungen.

Doch der Zukauf wirft Fragen auf. Anleger sorgen sich um die Kapitalallokation und die Risiken der Integration. In der anstehenden Telefonkonferenz wird das Management erklären müssen, wie schnell diese Milliardeninvestition tatsächlich zum Gewinn beitragen kann. Die "Data Cloud" muss liefern, um die hohen Ausgaben zu rechtfertigen.

Warnsignale überwiegen

Trotz einer leichten Erholung am Freitag um gut 1 Prozent bleibt das charttechnische Bild düster. Analysten reagieren bereits im Vorfeld vorsichtig: So senkte die Citi kürzlich ihr Kursziel und verwies darauf, dass die tatsächliche Markteinführung von "Agentforce" laut Feldstudien noch schleppend verläuft.

Ein Blick auf die Kursentwicklung untermauert den Ernst der Lage: Seit Jahresanfang hat die Aktie über 38 Prozent an Wert verloren. Mit einem aktuellen Kurs von rund 198 Euro notiert das Papier gefährlich nahe am 52-Wochen-Tief von 195,58 Euro. Der Markt hat Salesforce den Kredit für bloße Zukunftsversprechen entzogen – am Mittwoch müssen Zahlen sprechen, sonst droht ein Test der jüngsten Tiefststände.

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