Marc Benioff hat eine klare Botschaft: Salesforce-Aktien sind zu billig. Um das zu unterstreichen, hat der CEO das größte beschleunigte Aktienrückkaufprogramm der Unternehmensgeschichte angestoßen — finanziert mit 25 Milliarden Dollar frischer Schulden, die das Unternehmen bis ins Jahr 2066 begleiten werden.

Konkret startete Salesforce die Auslieferung von rund 103 Millionen Aktien im Rahmen eines 25-Milliarden-Dollar-ASR-Programms. Die Transaktion läuft über fünf Banken — darunter JPMorgan, Bank of America und Morgan Stanley — und stellt die erste Hälfte eines insgesamt 50 Milliarden Dollar umfassenden Rückkaufplans dar, den der Vorstand im Februar 2026 genehmigt hatte. Die endgültige Abrechnung wird im dritten oder vierten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet.

Warum jetzt — und warum auf Pump?

Benioff begründet den Schritt mit der Verwässerung durch frühere Großübernahmen: den Kauf von Slack für 27 Milliarden Dollar im Jahr 2021 und die Tableau-Übernahme für 15 Milliarden Dollar im Jahr 2019. Gleichzeitig sieht er die aktuelle Kursschwäche als übertriebene Reaktion auf die Sorge, KI-gestützte Automatisierung könnte klassische Software-Abonnements überflüssig machen.

Diese Angst hat die gesamte SaaS-Branche erfasst. Salesforce, Microsoft, SAP, Oracle und ServiceNow haben zusammen Milliarden an Marktkapitalisierung verloren — ein Phänomen, das Marktbeobachter als „SaaSpocalypse" bezeichnen. Salesforce selbst notiert noch immer rund 45 Prozent unter seinem Hoch vom Dezember 2024. Die Aktie hat sich zuletzt von ihren Tiefstständen erholt und liegt seit Jahresbeginn bei einem Minus von gut 20 Prozent.

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Salesforce ist mit seiner Reaktion nicht allein. ServiceNow kündigte ein eigenes Rückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar an, SAP plant Rückkäufe im Volumen von 11,5 Milliarden Dollar, und auch kleinere Anbieter wie Okta und Snowflake folgen dem Muster.

Solide Zahlen, aber organisches Wachstum unter Druck

Das operative Fundament ist dabei keineswegs schwach. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 erzielte Salesforce einen Umsatz von 41,5 Milliarden Dollar — ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der freie Cashflow stieg um 16 Prozent auf 14,4 Milliarden Dollar. Die KI-Plattform Agentforce verzeichnete einen Jahresumsatz von 800 Millionen Dollar, ein Wachstum von 169 Prozent.

Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet das Management einen Umsatz zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden Dollar — ein Wachstum von zehn bis elf Prozent. Allerdings ist darin der Beitrag der kürzlich übernommenen Informatica enthalten. Ohne diesen Zukauf liegt das organische Wachstum im hohen einstelligen Bereich, was die Geduld mancher Investoren bereits strapaziert hat.

Ob Agentforce das organische Wachstum schnell genug beschleunigen kann, um die neue Schuldenlast zu rechtfertigen, wird die entscheidende Frage für Salesforce in den kommenden Jahren sein. Die Anleihen beginnen ab 2028 zu fälligen — und die letzte Rate wird erst 2066 zurückgezahlt.

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