Die Wall Street erlebt einen bitteren Wochenausklang. Der S&P 500 verliert im frühen Handel 0,9 Prozent auf 6.844 Punkte – und damit droht dem breit aufgestellten Index nicht nur ein Wochenverlust von rund 1 Prozent, sondern auch eine negative Monatsbilanz. Verantwortlich für den Kursrutsch sind überraschend stark gestiegene Erzeugerpreise, die der US-Notenbank Fed neue Munition gegen baldige Zinssenkungen liefern.

Erzeugerpreise ziehen an – Zinsphantasie schwindet

Die am Freitagmorgen veröffentlichten US-Erzeugerpreise legten deutlich stärker zu als von Analysten erwartet. Das belastet die Aktienmärkte unmittelbar, denn höhere Inflation bedeutet: Die Fed wird ihren restriktiven Kurs wohl länger beibehalten müssen. Anleger hatten zuletzt auf eine Lockerung der Geldpolitik spekuliert – diese Hoffnung verflüchtigt sich nun zusehends.

Besonders hart trifft es die Technologiewerte. Nach den enttäuschenden Zahlen von NVIDIA am Donnerstag gerät der Nasdaq 100 erneut unter Druck und gibt 0,8 Prozent auf 24.843 Punkte nach. Für den Februar zeichnet sich ein Minus von 2,8 Prozent ab.

Software-Sektor im freien Fall

Derweil verschärft sich die Krise im US-Software-Sektor dramatisch. Laut Analyst Desh Peramunetilleke von Jefferies ist die Branche um 20 Prozent seit Jahresbeginn 2026 eingebrochen – und hat den S&P 500 seit Ende Juli 2025 um mehr als 35 Prozent underperformt. Ein derartiges Ausmaß an relativer Schwäche gab es zuletzt während der Dotcom-Krise Anfang der 2000er-Jahre.

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Der stärkste Einzelschlag erfolgte am 29. Januar mit einem Tagesverlust von rund 7 Prozent. Seither halten negative Schlagzeilen rund um KI-Konkurrenz – etwa durch die Veröffentlichung von Anthropics Claude-Modellen – den Druck auf die Bewertungen aufrecht. Die Bewertung des Software-Sektors ist von einem KGV von 33 auf nur noch 21 gefallen – damit liegt sie mittlerweile auf dem Niveau des Gesamtmarkts.

Jefferies warnt jedoch: Angesichts der Umsatz- und Margenrisiken könnten die früheren Bewertungsprämien ungerechtfertigt gewesen sein. Schlimmer noch – der Sektor könnte künftig sogar mit einem Abschlag zum Markt handeln, wenn die KI-getriebene Disruption deutlicher zutage tritt.

Ausblick: Nervöser Markt zum Monatsende

Während die Hauptindizes in New York straucheln, zeigt sich das globale Bild uneinheitlich. Die europäischen Börsen bewegen sich seitwärts, asiatische Märkte schlossen leicht im Plus. Der Dollar-Index gibt minimal nach, Anleiherenditen sinken leicht. Gold bleibt nahezu unverändert bei rund 5.193 Dollar je Unze, während Kryptowährungen deutlich verlieren – Bitcoin fällt um 2,3 Prozent auf 66.920 Dollar.

Für den S&P 500 bleibt die Gemengelage angespannt: Inflationsdruck, geopolitische Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie die anhaltende Tech-Schwäche belasten die Stimmung. Der Index steuert auf einen schwachen Monatsabschluss zu – und die Frage, ob die Fed tatsächlich Spielraum für Zinssenkungen hat, dürfte die Märkte auch in den kommenden Wochen beschäftigen.

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