Rwe Aktie: Strategische Machtdemonstration
Der Essener Energiekonzern Rwe zeigt der Konkurrenz zum Jahresauftakt eindrucksvoll die Rücklichter. Während Wettbewerber mit Projektstornierungen kämpfen, sicherten sich die Essener an diesem Wochenende einen massiven Anteil bei einer entscheidenden britischen Auktion und profitieren gleichzeitig vom politischen Durchbruch in Berlin. Diese operative Stärke wirft die Frage auf: Ist der Weg für neue Höchststände nun endgültig frei?
- Dominanz: Rwe gewinnt 82 Prozent der britischen Offshore-Wind-Auktion.
- Planungssicherheit: Einigung zur Kraftwerksstrategie in Deutschland steht.
- Trend: Aktie notiert auf dem höchsten Niveau seit 2011.
Erdrutschsieg gegen die Konkurrenz
Die wichtigste Nachricht für Anleger kommt aus Großbritannien. In der dortigen Auktionsrunde AR7 hat Rwe seine Marktposition nicht nur verteidigt, sondern aggressiv ausgebaut. Der Konzern sicherte sich Zuschläge für insgesamt 6,9 Gigawatt (GW) Offshore-Windkapazität.
Entscheidend ist hierbei die langfristige Einnahmesicherheit: Für fünf Projekte, darunter Dogger Bank South, wurden inflationsindexierte Differenzverträge mit einer Laufzeit von 20 Jahren fixiert. Der garantierte Preis liegt bei rund 104,90 Euro pro Megawattstunde. Wie selektiv der Markt aktuell ist, zeigt der Blick auf den Wettbewerb: Während Rwe triumphiert, ging der Konkurrent EnBW leer aus und musste für 2025 bereits eine Milliarden-Wertberichtigung ankündigen.
Politischer Rückenwind aus Berlin
Parallel zum Erfolg im Ausland liefert die Politik den lang ersehnten Katalysator für den Heimatmarkt. Die Einigung zwischen Bundesregierung und EU-Kommission zur Kraftwerksstrategie macht den Weg frei für Ausschreibungen von 10 GW an neuen, wasserstofffähigen Gaskraftwerken.
Rwe steht hierfür bereits in den Startlöchern. Das Unternehmen plant konkret den Bau von 3 GW neuer Kapazität an Standorten wie Weisweiler und Werne. Ergänzt wird diese strategische Offensive durch einen neuen LNG-Liefervertrag über 20 Jahre mit Texas LNG, der die Versorgungssicherheit ab 2030 weiter untermauert.
Charttechnik und Bewertung
Diese fundamentale Stärke spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 51,50 Euro, was einem Tagesplus von 1,46 Prozent entspricht. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier bereits einen Zuwachs von 9,78 Prozent.
Marktbeobachter werten den Sprung über die psychologisch wichtige Marke von 50 Euro als starkes Signal. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt inzwischen komfortable 32,72 Prozent, was den robusten Aufwärtstrend unterstreicht. Allerdings deutet der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt (13,21 %) auf eine gewisse Überhitzung hin, die kurzfristige Konsolidierungen nicht ausschließt.
Analysten reagierten prompt auf die jüngsten Entwicklungen. Institute wie die Bank of America und Metzler sehen das Kursziel inzwischen bei bis zu 59 Euro. Gelingt es den Bullen, das Niveau um 51,50 Euro in der kommenden Woche zu verteidigen, rückt das 52-Wochen-Hoch bei 53,42 Euro in greifbare Nähe.
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