Die Debatte um Smart Meter und Netzausbau in Deutschland nimmt Fahrt auf – und mittendrin steht RWE als einer der großen deutschen Energieversorger. Während E.ON als größter Verteilnetzbetreiber vehement eine verpflichtende Einführung intelligenter Stromzähler fordert, blockieren die Grünen die Stromnetzpläne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Für RWE und die gesamte Energiebranche könnte diese politische Blockade weitreichende Folgen haben.

E.ON prescht vor – RWE im Hintergrund

E.ON-Vertriebsvorstand Marc Spieker macht Druck: "Hätte ich einen Wunsch frei, wäre es ein verpflichtender Rollout von Smart Metern in Deutschland", sagt er in einem Interview. Die Zahlen geben ihm recht: Während in vielen europäischen Ländern die Smart-Meter-Quote bereits bei 80 Prozent und mehr liegt, dümpelt Deutschland Ende September 2025 bei mageren 4 Prozent herum – gerade mal zwei Millionen Geräte sind verbaut.

Spieker fordert sogar Sanktionen gegen langsame Netzbetreiber. Nach einem Jahr sollten sie das Recht verlieren, in ihrem Netzgebiet die Zähler auszuwechseln, wenn sie nicht vorankommen. E.ON selbst hat bis Ende 2025 fast eine Million Geräte installiert – ein Vorstoß, der auch RWE unter Zugzwang setzt.

Grüne kontern mit eigenem Plan

Die Grünen sehen das anders. In ihrem Zehn-Punkte-Plan fordern sie zwar ebenfalls Smart Meter bis 2030 in allen Haushalten, blockieren aber gleichzeitig Reiches Netzpaket. Grünen-Chef Felix Banaszak wird deutlich: "Wir werden dieses Netzpaket stoppen." Der Vorwurf: Die CDU-Wirtschaftsministerin wolle die Energiewende kaputt machen und Deutschland in Gasabhängigkeit halten.

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Die Grünen setzen stattdessen auf größere Ausschreibungen für Windparks, Anschlusspflichten mit Fristen für Netzbetreiber und eine Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß. Das würde den Strom für Verbraucher um zwei Cent pro Kilowattstunde billiger machen.

Was bedeutet das für RWE?

RWE steht zwischen den Fronten. Als großer Energieerzeuger mit wachsendem Anteil an erneuerbaren Energien ist das Unternehmen auf funktionierende Netze und schnelle Anschlüsse angewiesen. Reiches Plan sieht vor, dass in besonders belasteten Gebieten keine Entschädigungen mehr für neue Anschlüsse gezahlt werden, wenn Wind- und Solaranlagen gedrosselt werden müssen. Für RWE könnte das Investitionen in neue Kapazitäten unattraktiver machen.

Gleichzeitig könnte eine Smart-Meter-Pflicht neue Geschäftsmodelle eröffnen. E.ON zeigt in Großbritannien bereits, wie flexible Tarife funktionieren: Kunden sparen fünf bis zehn Euro pro Monat, indem sie ihren Verbrauch in günstige Zeiten verschieben. Auch für RWE wären solche Angebote ein Hebel, um Kunden enger zu binden und Netzauslastung zu optimieren.

Die politische Hängepartie dürfte sich also direkt auf RWEs Planungssicherheit auswirken. Solange unklar bleibt, ob Reiches Netzpaket durchkommt oder die Grünen ihre Alternative durchsetzen, herrscht Unsicherheit über die Rahmenbedingungen für Investitionen in erneuerbare Energien und Netzinfrastruktur.

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