Ethereum: Unter 2.000
Ethereum steht gleich von zwei Seiten unter Spannung: Kurzfristig drückt ein großer Abverkauf auf die Stimmung, während im Hintergrund ausgerechnet große Adressen Positionen aufbauen. Das sorgt für widersprüchliche Signale. Was wiegt am Ende schwerer – der Verkaufsdruck heute oder die schleichende Nachfrage der Institutionellen?
Ein Whale zieht den Markt nach unten
Der unmittelbare Auslöser für die aktuelle Schwäche ist eine einzelne, sehr große Transaktion. Laut Daten von Arkham Intelligence hat ein sogenannter „Hyperunit“-Whale am Wochenende mehr als 260.000 ETH (über 500 Millionen US-Dollar) zu Binance transferiert. Solche Einzahlungen auf Börsen werden am Markt häufig als Vorbereitung für Verkäufe interpretiert – entsprechend schnell kippte die Stimmung.
Brisant: Diese Adresse hatte im August 2025 rund 39.738 Bitcoin in Ethereum getauscht. Der Trade lief offenbar schief. Berichten zufolge fiel der Portfoliowert des Investors von 11,14 Milliarden US-Dollar (August 2025) auf etwa 3,13 Milliarden US-Dollar (Stand heute). Die Liquidation trug dazu bei, dass Ethereum wichtige Unterstützungen riss.
Kurz zur Einordnung der Kurslage: Mit zuletzt 1.972,29 US-Dollar notiert ETH deutlich unter dem Niveau der vergangenen Wochen – in den letzten 30 Tagen ging es um rund 40% abwärts.
Harvard schichtet um – weg von Bitcoin, hin zu Ethereum
Während der Markt den Whale-Abverkauf verdaut, zeigen neue institutionelle Meldungen ein anderes Bild. In aktuellen Q4-Offenlegungen wird sichtbar: Die Harvard Management Company (HMC) hat Kapital in Richtung Ethereum umgeschichtet.
Konkret reduzierte HMC die Position im iShares Bitcoin Trust (IBIT) um rund 21% und baute erstmals eine Position im iShares Ethereum Trust (ETHA) auf. Gekauft wurden etwa 3,9 Millionen ETHA-Anteile im Wert von rund 86,8 Millionen US-Dollar. Die Botschaft dahinter ist klar: Trotz schwacher Spot-Preise sehen große Investoren offenbar einen Diversifikations- und Bewertungsansatz.
Die wichtigsten Punkte dazu:
- HMC: IBIT-Bestand um ca. 21% reduziert
- Neuaufbau: iShares Ethereum Trust (ETHA)
- Umfang: ca. 3,9 Mio. Anteile
- Wert: ca. 86,8 Mio. US-Dollar
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Weniger Angebot an Börsen – aber die Zuflüsse sind sprunghaft
On-Chain-Daten liefern zusätzlich Stoff für die Debatte. Die Ethereum-Reserven auf zentralisierten Börsen sollen auf etwa 16,2 Millionen ETH gefallen sein – ein Niveau, das zuletzt 2016 gesehen wurde. Niedrige Börsenbestände gelten typischerweise als Zeichen, dass weniger „sofort verkaufsbereites“ Angebot im Markt liegt, weil Coins etwa in Cold Storage oder in Staking-Strukturen wandern.
Dazu passt: Über 30% des gesamten ETH-Angebots sind laut Bericht gestakt und damit weniger liquide. Allerdings ist das Bild kurzfristig verzerrt, weil Binance durch die Whale-Aktivität an einem Tag einen Zufluss von über 242.000 ETH verzeichnete. Das schwächt das Knappheitsargument zumindest temporär.
Marken, Risiken und ein Lichtblick bei NFTs
Technisch bleibt das Setup kurzfristig fragil, seit Ethereum die psychologisch wichtige 2.000-Dollar-Marke verloren hat. Als nächste Zone wird im Text der Bereich um 1.902 US-Dollar genannt. Analysten von Standard Chartered bringen zudem ein Szenario ins Spiel, in dem eine „letzte Kapitulation“ den Kurs in schnellen Ausschlägen („Wicks“) auch Richtung 1.700 oder sogar 1.400 US-Dollar drücken könnte, bevor eine stabilere Erholung ansetzt.
Auf der positiven Seite fällt die Aktivität im NFT-Sektor auf: Das wöchentliche NFT-Handelsvolumen auf Ethereum sprang laut Artikel um fast 78% auf über 56 Millionen US-Dollar und erreichte 72% Marktanteil. Das ist kein direkter Kurstreiber über Nacht, aber ein Hinweis, dass Teile des Ökosystems weiter rege genutzt werden.
Konkreter Ausblick: Laut Artikel müsste ETH für eine Entspannung auf der Oberseite die Zone 2.080 bis 2.100 US-Dollar zurückerobern. Bis dahin dürfte der Markt vor allem damit beschäftigt sein, die Folgen des Whale-Abverkaufs und die zuletzt genannten ETF-Abflüsse von 161 Millionen US-Dollar aus der Vorwoche zu verdauen.
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