RWE gelingt ein strategischer Doppelschlag, der die langfristigen Wachstumsaussichten massiv untermauert. Der Essener Energiekonzern dominierte nicht nur die jüngste britische Offshore-Wind-Auktion, sondern holte gleichzeitig den US-Finanzinvestor KKR als Partner an Bord. Die Börse honoriert die Kombination aus Expansion und finanzieller Risikoteilung mit dem höchsten Kursstand seit 2011.

Die wichtigsten Fakten:
* Milliarden-Einstieg: KKR zahlt rund 1,8 Milliarden US-Dollar für 50 % an zwei Großprojekten.
* Markt-Dominanz: RWE sichert sich 83 % der vergebenen Kapazität in der UK-Auktion (AR7).
* Kurs-Rally: Die Aktie kletterte im Jahresvergleich um fast 70 %.

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Finanzspritze für die Bilanz

Im Kern der neuen Partnerschaft steht der Verkauf von 50-prozentigen Anteilen an den Offshore-Windparks „Norfolk Vanguard West“ und „East“ an KKR. Der Private-Equity-Riese bringt laut Reuters rund 1,8 Milliarden US-Dollar an frischem Kapital ein. Dieser Schritt folgt dem bewährten „Farm-Down-Modell“: RWE entwickelt die Projekte, teilt sich aber die enormen Investitionskosten für den Bau – hier auf über 15 Milliarden Dollar taxiert – mit finanzstarken Investoren.

Für RWE bedeutet dies eine signifikante Entlastung der Bilanz. Das freiwerdende Kapital kann direkt in neue Projekte fließen, ohne die Verschuldung übermäßig in die Höhe zu treiben. Der Abschluss der Transaktion wird für den Sommer 2026 erwartet, zeitgleich mit der finalen Investitionsentscheidung.

RWE dominiert britischen Markt

Parallel zur Finanzierung klärte RWE die Einnahmeseite. In der siebten britischen Ausschreibungsrunde (AR7) sicherte sich der Konzern Differenzverträge für insgesamt 6,9 Gigawatt Kapazität. Das entspricht 83 % des gesamten Auktionsvolumens.

Zu den Gewinnern gehören neben den Norfolk-Projekten auch die Windparks „Dogger Bank South“ und „Awel y Môr“. Alle Projekte erhalten inflationsgeschützte Vergütungsverträge über 20 Jahre zu einem Strike-Preis von 91,20 Britischen Pfund je Megawattstunde (Basis 2024). Diese garantierten Einnahmen bieten Investoren Planungssicherheit bis in die 2030er Jahre hinein.

Starker Aufwärtstrend bestätigt

Die operative Stärke spiegelt sich im Aktienkurs wider. Mit aktuell 49,28 Euro notiert das Papier nur knapp unter dem jüngsten 52-Wochen-Hoch von 53,42 Euro. Seit Jahresbeginn legte der Titel bereits über 5 % zu, auf Sicht von zwölf Monaten steht sogar ein Plus von knapp 70 % zu Buche.

Charttechnisch ist die Situation eindeutig: Der Kurs liegt mit einem Abstand von über 27 % weit oberhalb der 200-Tage-Linie (38,71 Euro), was den langfristigen Aufwärtstrend untermauert. Auch der 50-Tage-Durchschnitt bei 45,34 Euro dient als solide Unterstützung.

Im Sommer 2026 stehen mit dem geplanten Closing des KKR-Deals und den finalen Investitionsentscheidungen die nächsten konkreten Meilensteine an, die zeigen werden, wie effizient RWE das frische Kapital einsetzt.

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