RWE Aktie: Der große Durchbruch
Die psychologisch wichtige Marke von 50 Euro galt lange als massiver Widerstand für die RWE-Aktie. Doch am vergangenen Freitag gelang der dynamische Ausbruch, befeuert durch eine strategische Offensive in Großbritannien und den USA. Mit gesicherten Großprojekten und einem prominenten Finanzpartner im Rücken stellt sich für Anleger die Frage: Wie viel Luft nach oben hat der DAX-Konzern nach dieser Neubewertung noch?
Die Faktenlage zum Wochenstart:
* Kursentwicklung: Schlusskurs bei 51,50 Euro (+1,46 % am Freitag).
* Momentum: Ein Plus von 17,74 % in den letzten 30 Tagen unterstreicht die Stärke der Bewegung.
* Strategie: 6,9 Gigawatt Offshore-Kapazität gesichert und KKR als Partner gewonnen.
Strategische Weichenstellung mit KKR
Auslöser für den jüngsten Kursschub ist ein Doppelschlag auf dem britischen Markt. RWE konnte sich bei der "Allocation Round 7" (AR7) Differenzverträge für fünf Offshore-Windprojekte mit einer Gesamtkapazität von 6,9 Gigawatt sichern. Der inflationsindexierte Preis von 91,20 britischen Pfund pro Megawattstunde garantiert dabei langfristig kalkulierbare Einnahmen.
Noch entscheidender für die Bewertung durch den Markt dürfte jedoch die begleitende Finanzierungsstruktur sein. Der US-Finanzinvestor KKR übernimmt 50 Prozent der Anteile an den Projekten "Norfolk Vanguard East" und "Norfolk Vanguard West".
Dieser Schritt wird von Marktbeobachtern positiv aufgenommen, da er zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt: Er senkt den enormen Kapitalbedarf für den Infrastrukturausbau und teilt die Risiken, während RWE die operative Führung behält. Die oft zitierte Sorge vor einer Überdehnung der Bilanz durch grüne Investitionen wird damit aktiv adressiert.
Diversifizierung durch US-Gasgeschäft
Neben dem Fokus auf Windkraft stärkt der Essener Konzern auch sein zweites Standbein. Ein neuer Liefervertrag mit dem US-Anbieter Glenfarne sichert den Zugriff auf Flüssiggas (LNG) für die kommenden 20 Jahre.
Dieser Deal verdeutlicht die Strategie, sich nicht allein auf die volatile Stromerzeugung aus Erneuerbaren zu verlassen. Die Stärkung des Handelsgeschäfts bietet eine Absicherung gegen Wetterschwankungen und diversifiziert die Einnahmequellen. Der Markt honoriert diesen Mix aus Wachstum und Stabilität derzeit deutlich: Auf Sicht von 12 Monaten steht bereits ein Plus von rund 77 % zu Buche.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Die Kombination aus staatlich garantierten Einnahmen in UK und der Partnerschaft mit KKR hat auch die Analystengemeinde überzeugt. Die Bank of America bestätigt RWE als "Top Pick" für das laufende Jahr und sieht das Kursziel nun bei 59 Euro. Auch Bernstein Research hält an der Einschätzung "Outperform" fest.
Das Chartbild stützt diesen Optimismus. Mit dem Sprung über 50 Euro notiert die Aktie nur noch knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 53,42 Euro, das Ende Dezember 2025 markiert wurde. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von knapp 33 % signalisiert einen intakten, wenngleich steilen Aufwärtstrend.
Fazit: Die 50-Euro-Marke muss halten
Der Ausbruch über den langjährigen Widerstand ist ein starkes technisches Signal, das durch fundamentale Fakten untermauert wird. Entscheidend für die Fortsetzung der Rallye ist nun, dass die Zone um 50 Euro nicht mehr nachhaltig unterschritten wird. Gelingt es den Bullen, dieses Niveau als neue Unterstützung zu etablieren, ist der Weg in Richtung des von der Bank of America ausgegebenen Ziels bei 59 Euro charttechnisch frei.
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