RWE durchbricht erstmals seit 2011 die 50-Euro-Marke – und das gleich mit Schwung. Am Donnerstag kletterte die Aktie im Xetra-Handel auf 50,76 Euro. Der Auslöser: Ein überraschend deutlicher Erfolg bei einer britischen Offshore-Auktion und eine Milliarden-Partnerschaft mit dem US-Finanzinvestor KKR. Die Kombination beider Nachrichten versetzt die Aktie in Aufbruchstimmung.

Die wichtigsten Fakten:
- RWE sichert sich 6,9 Gigawatt Kapazität bei britischer Offshore-Auktion – doppelt so viel wie erwartet
- Strategische Partnerschaft mit KKR für 15-Milliarden-Dollar-Windprojekte in Norfolk
- 20-jähriger LNG-Liefervertrag über 1 Million Tonnen jährlich ab 2030
- Aktie durchbricht psychologisch wichtige 50-Euro-Schwelle
- Plus von knapp 75% in den vergangenen zwölf Monaten

Offshore-Coup übertrifft Erwartungen deutlich

Der entscheidende Impuls kam am Mittwoch: RWE erhielt den Zuschlag für vier Offshore-Windprojekte in Großbritannien mit einer Gesamtkapazität von 6,9 Gigawatt. Marktbeobachter hatten lediglich mit etwa der Hälfte gerechnet. Die Projekte werden über 20 Jahre mit einem inflationsgeschützten Vergütungspreis abgesichert – ein Modell, das planbare Erlöse garantiert.

Unmittelbar darauf folgte die Ankündigung der KKR-Partnerschaft. Der US-Finanzinvestor steigt mit 50 Prozent in die beiden Norfolk-Windparks Vanguard East und West ein. Die Entwicklungs- und Investitionskosten werden auf über 15 Milliarden US-Dollar geschätzt. Der Abschluss ist für Sommer 2026 geplant. Diese Konstruktion entlastet RWEs Bilanz erheblich und verteilt die Risiken der Großprojekte.

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LNG-Vertrag sichert langfristige Flexibilität

Als drittes strategisches Element gab RWE Supply & Trading am Donnerstag einen 20-jährigen Liefervertrag mit Texas LNG Brownsville bekannt. Ab voraussichtlich 2030 fließt eine Million Tonnen Flüssiggas pro Jahr nach Europa. Der Deal erhöht die Flexibilität im globalen Handelsportfolio und stärkt die Versorgungssicherheit.

Analysten von Bank of America, Bernstein, Barclays und UBS bewerteten die Nachrichtenlage als wegweisend. Besonders die Dimension des Auktionserfolgs verbessere die Wachstumsperspektiven im Kerngeschäft nachhaltig. Die KKR-Partnerschaft gilt als cleverer Schritt, um das erforderliche Kapital zu mobilisieren, ohne die eigene Bilanz übermäßig zu strapazieren.

Blick auf die Jahreszahlen

Nach den jüngsten Erfolgsmeldungen richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf den 12. März 2026. An diesem Tag veröffentlicht RWE den Geschäftsbericht für 2025. Investoren erhoffen sich weitere Einblicke in die operative Entwicklung und mögliche Hinweise zur mittelfristigen Strategie.

Die Aktie hat seit ihrem 52-Wochen-Tief bei 28,34 Euro im Februar 2025 knapp 80 Prozent zugelegt. Der Ausbruch über die langjährige Widerstandsmarke von 50 Euro setzt charttechnisch ein deutliches Kaufsignal. Mit einem RSI von knapp 60 zeigt die Aktie zwar Momentum, bewegt sich aber noch nicht in überkauftem Terrain.

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