Rolls-Royce hat das Geschäftsjahr 2025 mit den stärksten Zahlen seit Jahren abgeschlossen — und setzt nun auf ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm. Gleichzeitig weitet der Konzern sein Geschäft weit über die klassische Luftfahrt hinaus aus. Geopolitische Unsicherheiten könnten diesen Schwung jedoch bremsen.

Zahlen, die überzeugen

Der operative Gewinn kletterte 2025 um 41 Prozent auf 3,46 Milliarden Pfund, der Umsatz wuchs um 13 Prozent auf 20,1 Milliarden Pfund. Besonders stark entwickelte sich die Zivilluftfahrtsparte: Die Marge stieg von 16,6 auf 20,5 Prozent, getrieben vor allem durch das lukrative Ersatzteil- und Servicegeschäft. Der freie Cashflow erreichte 3,3 Milliarden Pfund, die Nettoliquidität zum Jahresende lag bei 1,9 Milliarden Pfund.

Auf dieser Basis hat das Management die mittelfristigen Ziele deutlich angehoben. Für 2028 wird nun ein operativer Gewinn zwischen 4,9 und 5,2 Milliarden Pfund angepeilt — zwei Jahre früher als ursprünglich geplant.

Milliarden für Aktionäre, Milliarden für neue Märkte

Das Rückkaufprogramm ist bemerkenswert: Zwischen 2026 und 2028 will Rolls-Royce eigene Aktien im Wert von 7 bis 9 Milliarden Pfund zurückkaufen, allein 2025 sind 2,5 Milliarden Pfund eingeplant. Für ein Unternehmen, das seine Dividende erst 2025 nach fünfjähriger Pause wiedereingeführt hat, ist das ein deutliches Zeichen finanzieller Stärke.

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Parallel dazu erschließt der Konzern neue Wachstumsfelder. Mit dem deutschen Technologiekonzern ZF entwickelt Rolls-Royce ein hybrides Antriebssystem für den europäischen Kampfpanzer MGCS — Serienproduktion ist für die frühen 2030er-Jahre vorgesehen. Im Bereich Datenzentren gilt das Unternehmen laut einem Branchenbericht als wichtiger Infrastrukturlieferant für den boomenden saudischen Markt, wo KI- und Cloud-Infrastruktur massive Nachfrage nach Energielösungen erzeugt.

Hinzu kommt ein ungewöhnliches Projekt: Die SMR-Sparte untersucht gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Equilibrion, ob nuklear erzeugter Strom zur Produktion von nachhaltigem Flugkraftstoff genutzt werden kann. Ein einzelner Kleinreaktor könnte nach eigenen Angaben mehr als 160 Millionen Liter dieses Kraftstoffs pro Jahr produzieren.

Risiken bleiben real

Die Abhängigkeit vom Triebwerk-Servicegeschäft in der Zivilluftfahrt bleibt eine strukturelle Schwachstelle. Flugunterbrechungen durch regionale Konflikte würden die Einnahmen direkt belasten. Auch im Verteidigungsbereich gibt es offene Fragen: Die Entscheidung über Europas nächste Kampfflugzeuggeneration steht noch aus, was die Planungssicherheit für die Rüstungssparte einschränkt.

Für 2026 erwartet Rolls-Royce einen operativen Gewinn zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Pfund sowie einen freien Cashflow von 3,6 bis 3,8 Milliarden Pfund. Die Aktie notiert aktuell rund 11 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 15,92 Euro — nach einem Kursanstieg von fast 47 Prozent im Zwölfmonatszeitraum ist eine Phase der Konsolidierung wenig überraschend.

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