Der Schweizer Laborautomationsspezialist hat heute seine Jahreszahlen für 2025 vorgelegt — und das Bild ist gespalten. Umsatz und Profitabilität gaben nach, doch im zweiten Halbjahr zogen sowohl Auftragseingang als auch Umsatz spürbar an. Ein Transformationsprogramm soll den Turnaround einleiten.

Nettoverlust trotz solider Cashflows

Der Umsatz sank 2025 um 1,6 Prozent in Lokalwährungen auf 882,5 Millionen Franken, nach 934,3 Millionen im Vorjahr. Belastet wurde das Ergebnis vor allem durch negative Wechselkurseffekte und Zölle, die zusammen rund 200 Basispunkte aus der bereinigten EBITDA-Marge fraßen. Diese landete bei 16,1 Prozent, verglichen mit 17,6 Prozent in 2024.

Noch schwerer wiegt der ausgewiesene Nettoverlust von 110,7 Millionen Franken — ein scharfer Kontrast zum Nettogewinn von 67,7 Millionen im Vorjahr. Verantwortlich dafür sind nicht zahlungswirksame Wertminderungen von 139,5 Millionen Franken, die aus der Restrukturierung weniger rentabler Produktlinien im OEM-Geschäft resultieren. Tecan stellt dabei die 2021 erworbenen dedizierten Designfunktionen ein und will stattdessen vorhandene Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten besser verzahnen.

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Erfreulicher ist das Cashflow-Bild: Der operative Geldzufluss erreichte 138,0 Millionen Franken, die Cash Conversion stieg auf 118 Prozent des ausgewiesenen EBITDA. Die Nettoliquidität verbesserte sich leicht auf 160,8 Millionen Franken.

"Rewired": Programm soll Margen auf 20 Prozent treiben

Tecan hat unter dem Namen „Rewired" ein Transformationsprogramm aufgelegt, das Portfoliooptimierung, kommerzielle Stärke und operative Effizienz bündeln soll. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich, bei einer bereinigten EBITDA-Marge zwischen 15,5 und 16,5 Prozent — inklusive eines weiteren externen Gegenwinds von 110 Basispunkten durch Währung und Zölle.

Mittelfristig bleibt das Ziel stehen: bis 2028 einen Umsatz von einer Milliarde Franken und eine bereinigte EBITDA-Marge von 20 Prozent. Das Programm soll allein 200 bis 300 Basispunkte zur Margenverbesserung beisteuern. Ab 2029 geht Tecan von einer Rückkehr zu normalem Marktwachstum im Bereich von drei bis fünf Prozent aus.

Trotz des Verlustjahres schlägt der Verwaltungsrat eine unveränderte Dividende von 3,00 Franken je Aktie vor — ein Signal, das Vertrauen in die Substanz des Unternehmens ausdrücken soll. Ob „Rewired" die erhoffte Wende liefert, wird der Auftragseingang in den kommenden Quartalen zeigen: Im zweiten Halbjahr 2025 stieg dieser bereits um 8,6 Prozent in Lokalwährungen — ein Silberstreif, den Investoren im Blick behalten sollten.

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