Der britische Triebwerksbauer Rolls-Royce baut seine Präsenz weit über die zivile Luftfahrt hinaus aus. Mit der Entwicklung eines neuen Hybridantriebs für das europäische Panzerprojekt MGCS sichert sich der Konzern eine Schlüsselrolle in der Rüstungsindustrie. Gleichzeitig untermauern ein geplantes Milliarden-Aktienrückkaufprogramm und starke Wachstumsaussichten die finanzielle Stärke des Unternehmens.

Rüstungsgeschäft als Wachstumstreiber

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr hat Rolls-Royce Power Systems als Generalunternehmer für das künftige Landkampfsystem MGCS ausgewählt. Gemeinsam mit dem Zulieferer ZF entsteht ein Antriebssystem, das mehr als 1.400 Kilowatt Gesamtleistung liefert. Die Kombination aus einem mechanischen Motor der mtu-Baureihe und einem elektrifizierten Lenkgetriebe markiert einen strategischen Schwenk hin zur Elektrifizierung schwerer Militärfahrzeuge.

Erste Prototypen für diese Hybridkonfiguration sollen noch in diesem Jahrzehnt getestet werden, bevor in den frühen 2030er Jahren die Serienproduktion anläuft. Bereits im vergangenen Geschäftsjahr erwies sich die Rüstungssparte mit einem Umsatz von 4,77 Milliarden Pfund als verlässliche Säule des Konzerns.

Milliarden-Rückkauf und starke Prognosen

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Diese operative Breite spiegelt sich in den Büchern wider. Nach einem hochprofitablen Jahr 2025, in dem der organische Umsatz um 14 Prozent auf 20,1 Milliarden Pfund kletterte, hält das Management an seinen ambitionierten Zielen fest. Für das laufende Jahr 2026 peilt Rolls-Royce einen operativen Gewinn zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Pfund an. Um die Aktionäre an dieser Entwicklung teilhaben zu lassen, bereitet das Unternehmen aktuell ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von zwei Milliarden Pfund vor.

Die positive fundamentale Entwicklung stützt auch das Wertpapier. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet der Titel ein beachtliches Plus von gut 59 Prozent und notierte gestern zum Handelsschluss bei 14,96 Euro, womit die Aktie nur knapp unter ihrem Ende Februar erreichten 52-Wochen-Hoch rangiert.

Expansion auf mehreren Kontinenten

Neben dem Rüstungs- und Luftfahrtsektor – wo Rolls-Royce gerade seine Wartungskapazitäten für Hubschraubertriebwerke im US-Bundesstaat Arizona verdreifacht hat – rückt ein weiterer Zukunftsmarkt in den Fokus. Ein aktueller Branchenbericht identifiziert die Briten als entscheidenden Infrastrukturlieferanten für den rasant wachsenden Markt für Rechenzentren in Saudi-Arabien. Der dortige Bedarf an Energieanlagen wird durch den massiven Ausbau von Cloud- und KI-Infrastruktur getrieben. Bis 2028 plant Rolls-Royce, seinen operativen Gewinn konzernweit auf bis zu 5,2 Milliarden Pfund zu steigern, gestützt durch diese diversifizierte globale Nachfrage.

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