Rolls-Royce Aktie: Strategische Neuausrichtung
Rolls-Royce hat 2025 einen Betriebsgewinn von 3,46 Milliarden Pfund eingefahren — ein Plus von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf diesem Fundament baut das Unternehmen nun konsequent weiter: neue Partnerschaften in der Rüstung und ein ungewöhnliches Projekt zur Herstellung von Flugkraftstoff mit Atomkraft zeigen, wie breit CEO Tufan Erginbilgiç das Unternehmen aufstellt.
Atomkraft für nachhaltige Flugkraftstoffe
Die SMR-Sparte von Rolls-Royce hat mit dem Nuklear-Start-up Equilibrion eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel ist es, mithilfe von Rolls-Royces modularen Kleinreaktoren synthetischen Flugkraftstoff herzustellen — über das sogenannte Power-to-Liquids-Verfahren. Eine einzelne SMR-Anlage könnte demnach jährlich mehr als 160 Millionen Liter nachhaltigen Flugkraftstoff produzieren, was etwa einem Drittel des britischen Bedarfs im Jahr 2040 entspräche.
Das britische Verkehrsministerium fördert das Projekt bereits über seinen Advanced Fuels Fund. Bis 2030 soll eine Demonstrationsanlage die technische und wirtschaftliche Machbarkeit belegen. Nachhaltiger Flugkraftstoff macht derzeit weniger als ein Prozent des weltweiten Verbrauchs aus — der Markt ist also noch weitgehend unerschlossen.
Rüstungsgeschäft wächst
Parallel dazu vertieft Rolls-Royce seine Rüstungspartnerschaften. Eine neue Kooperation mit dem deutschen Technologiekonzern ZF ergänzt eine bereits wachsende Zahl verteidigungsorientierter Allianzen — zu einem Zeitpunkt, an dem europäische Regierungen ihre Rüstungsausgaben deutlich erhöhen.
Relevant ist dabei auch der Wettbewerb um den Nachfolger des Eurofighter Typhoon. Eines der konkurrierenden Programme — ein gemeinsames Projekt von Großbritannien, Italien und Japan — setzt auf Rolls-Royce-Triebwerke. Erginbilgiç hat öffentlich signalisiert, dass er einen deutschen Beitritt zu diesem Programm begrüßen würde.
Ehrgeizige Ziele für 2028
Die starken Zahlen des Jahres 2025 haben das Management veranlasst, die mittelfristigen Ziele deutlich anzuheben. Für 2028 peilt Rolls-Royce nun einen Betriebsgewinn zwischen 4,9 und 5,2 Milliarden Pfund an, eine operative Marge von 18 bis 20 Prozent sowie einen freien Cashflow von 5,0 bis 5,3 Milliarden Pfund. Das ursprüngliche Margenziel von 15 bis 17 Prozent wurde drei Jahre früher als geplant erreicht.
Das finanzielle Selbstvertrauen zeigt sich auch im angekündigten Aktienrückkaufprogramm: Zwischen 2026 und 2028 will das Unternehmen eigene Aktien im Wert von 7 bis 9 Milliarden Pfund zurückkaufen. Allein 2026 sollen 2,5 Milliarden Pfund fließen — für ein Unternehmen, das seine Dividende erst 2025 nach fünfjähriger Pause wieder aufgenommen hat, ein deutliches Signal.
Geopolitische Risiken bleiben
Die Aktie hat sich seit Jahresbeginn um rund 8 Prozent verteuert, liegt aber noch gut sechs Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor bleibt die geopolitische Lage: Anhaltende Konflikte können Flugstunden reduzieren und damit das Wartungsgeschäft belasten — das eigentliche Kerngeschäft der Triebwerkssparte, nicht der Triebwerksverkauf selbst.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet Rolls-Royce einen Betriebsgewinn zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Pfund. Ob die Zivilluftfahrt das nötige Wachstumstempo liefert, wird die Entwicklung der Aktie in den kommenden Monaten maßgeblich beeinflussen.
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