Rolls-Royce Aktie: Preisdruck
Rolls-Royce gerät in eine unangenehme Debatte: Airlines werfen Triebwerksherstellern vor, Wartung und Ersatzteile spürbar teurer zu machen – und das ausgerechnet in einer Phase, in der die Lieferketten ohnehin haken. Der Konzern verteidigt seine Preisstrategie, während der Markt bereits auf die Jahreszahlen Ende Februar schielt. Wie belastbar sind die operativen Fortschritte, wenn die Kunden gleichzeitig über steigende Kosten klagen?
Streit um Wartungskosten
Auf der Singapore Airshow am 3. Februar griff die zivile Luftfahrtsparte die Kritik der International Air Transport Association (IATA) auf. Der Vorwurf: Triebwerksbauer würden von Lieferkettenproblemen profitieren, während Airlines mit höheren Reparaturkosten und langen Warteschlangen kämpfen.
Rolls-Royce hält dagegen. Die jüngsten Preisanhebungen seien vor allem eine Folge von Lieferkettenstörungen und geopolitischer Unsicherheit. Damit versucht das Management, die Diskussion weg von „Preissetzungsmacht“ hin zu „Kostenrealität“ zu lenken.
Trent XWB: Fortschritt mit Zeitplan
Gleichzeitig liefert der Konzern Argumente, warum Kunden trotz Ärger über Wartungskosten auf Verbesserungen hoffen können. Laut einer Unternehmensmitteilung vom 4. Februar hat das Großtriebwerk Trent XWB-97 (für den Airbus A350-1000) bereits zwei von drei Stufen eines Haltbarkeitsprogramms erhalten.
Der Effekt ist greifbar: Die Zeit am Flügel („time on wing“) soll dadurch bereits um 60% gestiegen sein. Die dritte Stufe soll 2028 in den Betrieb gehen und dann insgesamt eine Verdopplung der Einsatzzeit unter schwierigen Bedingungen ermöglichen – plus 50% Verbesserung in „günstigen“ Umgebungen.
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Das ist auch deshalb wichtig, weil Emirates als großer Abnehmer von Langstreckenjets mehr Fortschritt bei Wartungsintervallen sehen will, bevor zusätzliche Flugzeugbestellungen infrage kommen. Rolls-Royce plant dafür 2027 Tests unter harten Bedingungen im Nahen Osten.
Rückkauf und Termine: Das sollten Anleger einplanen
Neben dem operativen Thema läuft seit Ende Januar ein Aktienrückkaufprogramm über 200 Mio. Pfund. Die zurückgekauften Aktien werden eingezogen; das Programm soll bis zum 24. Februar laufen – also nur zwei Tage vor den Jahreszahlen. Das kann als Signal gewertet werden, dass das Management die Finanzlage als solide genug für Kapitalrückführungen einschätzt.
Wichtige Eckpunkte aus dem Newsflow:
- 19. Februar 2026: Zahlen von Airbus – als Indikator für Produktionstrends und Lieferkettenlage
- 24. Februar 2026: Geplantes Ende des laufenden Rückkaufs
- 26. Februar 2026: Rolls-Royce legt das Gesamtjahresergebnis 2025 vor (der Konzern hatte im Q3-Update bekräftigt, beim Ziel für den operativen Gewinn „on track“ zu sein)
Am Markt zeigt sich der Titel zuletzt eher seitwärts bis leicht schwächer: Mit 14,30 € liegt die Aktie heute minimal im Minus, auf 30 Tage gerechnet steht ein Rückgang von rund 5% zu Buche. Am 26. Februar wird sich dann schwarz auf weiß zeigen, ob der operative Kurs „on track“ auch bei Margen und Cash-Entwicklung trägt – und wie überzeugend Rolls-Royce den Spagat zwischen Kundenfrust bei Wartungskosten und eigenen Kostenargumenten moderiert.
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