Rocket Lab USA hat in den vergangenen zwölf Monaten eine fulminante Rally hingelegt – die Aktie verteuerte sich um über 250 Prozent. Doch nun schlagen Analysten Alarm: Die Bewertung sei von den Fundamentaldaten abgekoppelt, das Kursziel liegt deutlich unter dem aktuellen Niveau. Gleichzeitig kaufen institutionelle Investoren weiter zu. Was steckt hinter diesem Widerspruch?

Bewertung unter der Lupe

Im Zentrum der aktuellen Diskussion steht eine Analyse von Seeking Alpha, die Rocket Lab auf "Sell" herabstuft. Der Vorwurf: Die Euphorie rund um die Neutron-Rakete habe die Aktie in nicht tragbare Höhen getrieben. Bei einem Kurs von 86,58 US-Dollar beträgt die Marktkapitalisierung mittlerweile 46,25 Milliarden US-Dollar – das entspricht dem 48-Fachen des erwarteten Umsatzes.

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Auf Basis von EV/EBITDA-Kennzahlen kalkulieren die Analysten ein Abwärtspotenzial von 20 bis 38 Prozent. Auch der Konsens der Wall Street sieht die Aktie aktuell überbewertet: Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 71,38 US-Dollar, deutlich unter dem aktuellen Handelsniveau.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Erstflug der Neutron-Rakete erneut verzögert hat. Ursprünglich für 2024 geplant, wurde der Start nun auf 2026 verschoben. Die Verzögerungen verursachen zusätzliche Kosten von etwa 15 Millionen US-Dollar pro Quartal – eine Belastung für die ohnehin angespannte Cashflow-Situation.

Institutionelle Investoren bleiben zuversichtlich

Trotz der Warnungen zeigen große Investoren weiterhin Kaufinteresse. Im dritten Quartal 2025 stieg Sumitomo Mitsui DS Asset Management mit einer neuen Position von knapp 48.000 Aktien im Wert von 2,29 Millionen US-Dollar ein. Institutionelle Anleger halten mittlerweile über 71 Prozent der ausstehenden Anteile.

Die Zuversicht speist sich aus dem prall gefüllten Auftragsbuch: Rocket Lab sicherte sich 2025 einen Vertrag über 816 Millionen US-Dollar mit der Space Development Agency. Spekulationen über einen weiteren Auftrag im Volumen von einer Milliarde US-Dollar mit der U.S. Space Force befeuern die Fantasie zusätzlich. Der Auftragsbestand überschreitet mittlerweile die Marke von zwei Milliarden US-Dollar.

Operativ läuft es ebenfalls rund: Mit 21 erfolgreichen Electron-Missionen verzeichnete das Unternehmen 2025 ein Rekordjahr. Die Neutron-Rakete soll mit einer Nutzlastkapazität von 13.000 Kilogramm einen direkten Angriff auf etablierte Systeme darstellen – auch wenn sie der Falcon 9 von SpaceX (17.500 kg) noch unterlegen ist.

2026 wird zum Lackmustest

Das laufende Geschäftsjahr gilt als entscheidend. Der Markt erwartet, dass Rocket Lab erstmals ein positives EBITDA und einen operativen Cashflow vorweisen kann – Voraussetzung dafür ist der erfolgreiche Einsatz der Neutron-Rakete.

Die Zahlen zum vierten Quartal 2025, die am 3. März 2026 vorgelegt werden, dürften Klarheit bringen. Anleger werden genau beobachten, ob das Unternehmen die Kostensteigerungen durch die Neutron-Verzögerungen in den Griff bekommt und ob die Erlöse aus dem Verteidigungssektor die ambitionierte Bewertung rechtfertigen können.

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