E.ON legt heute seine Zahlen für 2025 vor und überrascht mit einem ambitionierten Investitionsprogramm. Der Essener Energiekonzern will bis 2030 insgesamt 48 Milliarden Euro in den Ausbau der europäischen Energieinfrastruktur stecken. Allein 40 Milliarden Euro fließen in den Netzausbau – eine klare Ansage an die Energiewende.

Das operative Ergebnis stieg 2025 um neun Prozent auf 9,85 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss kletterte um sechs Prozent auf 3,02 Milliarden Euro. Finanzchefin Nadia Jakobi betonte, dass diese soliden Zahlen die Voraussetzung für die geplanten Milliarden-Investitionen seien. Die Aktie reagierte zunächst volatil, notierte aber zuletzt mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 18,92 Euro.

Ausblick enttäuscht Analysten

Für 2026 strebt E.ON einen operativen Gewinn von 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro an – im schlechtesten Fall also stagnierend. Auch beim bereinigten Konzernüberschuss sind mit 2,7 bis 2,9 Milliarden Euro keine großen Sprünge zu erwarten. JPMorgan-Analyst Pavan Mahbubani zeigte sich enttäuscht: Die Investitionsziele für 2030 entsprächen seinem Negativszenario und deuteten auf eine begrenzte Beschleunigung nach 2028 hin.

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Der Hintergrund: E.ON wartet noch auf mehr Klarheit über die nächste Regulierungsperiode für deutsche Stromnetze ab 2029. Chef Leonhard Birnbaum sprach von "konstruktiven Gesprächen" mit dem Regulator. Die Bilanz würde weitere fünf bis zehn Milliarden Euro für zusätzliche Investitionen zulassen – sofern die regulatorischen Rahmenbedingungen stimmen.

KI-Boom treibt Netzbedarf

Das Verteilnetz spielt eine Schlüsselrolle beim Umbau hin zur Klimaneutralität. Fast alle Wind- und Solaranlagen speisen ihren Strom hier ein. Hinzu kommt der massiv steigende Energiebedarf durch Künstliche Intelligenz und Rechenzentren – ein Wachstumstreiber, von dem E.ON als Deutschlands größter Netzbetreiber profitiert. Dem Konzern gehört rund ein Drittel des deutschen Verteilnetzes.

Für 2026 sind Investitionen von 8,7 Milliarden Euro eingeplant, nach 8,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Bis 2030 soll der operative Gewinn auf 13 Milliarden Euro steigen, der bereinigte Konzernüberschuss auf 3,8 Milliarden Euro. Die Dividende für 2025 soll bei 0,57 Euro je Aktie liegen – zwei Cent mehr als im Vorjahr.

Seit Jahresbeginn hat die E.ON-Aktie rund 17 Prozent zugelegt und kletterte heute zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit 2012. Die Branche gilt als defensiv und profitiert vom Megatrend Energiewende. Trotz des konservativen Ausblicks bleiben die langfristigen Wachstumsperspektiven intakt.

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