Die Roche-Aktie dürfte am Freitag unter Druck geraten. Grund sind die gestern veröffentlichten Studiendaten zum Abnehmmittel Petrelintide, die hinter den Erwartungen zurückblieben. JPMorgan belässt die Einstufung bei "Neutral" mit einem Kursziel von 350 Franken – Analyst Richard Vosser rechnet mit einem kleinen Kursverlust.

Die Phase-II-Studie "Zupreme-1" zeigt nach 42 Wochen einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von bis zu 10,7 Prozent – in der Placebogruppe waren es lediglich 1,7 Prozent. Klingt solide, doch die Investoren hatten offenbar mehr erhofft. JPMorgan-Analyst Vosser weist darauf hin, dass die Ergebnisse etwas schwächer ausgefallen sind als gedacht.

Frauen profitieren deutlich stärker

Interessant: Die Daten zeigen erhebliche geschlechtsspezifische Unterschiede. Weibliche Probanden verloren deutlich mehr Gewicht als männliche Teilnehmer. Das könnte für die geplante Phase-III-Studie von Bedeutung sein. Vosser geht davon aus, dass bei einem höheren Frauenanteil in der nächsten Studienphase Gewichtsreduktionen im mittleren Zehn-Prozent-Bereich möglich sind.

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Roche betont die gute Verträglichkeit von Petrelintide. Die Abbruchrate aufgrund unerwünschter Ereignisse lag mit 4,8 Prozent praktisch gleichauf mit der Placebogruppe (4,9 Prozent). In der wirksamsten Behandlungsgruppe gab es keine Fälle von Erbrechen und keine Therapieabbrüche wegen Magen-Darm-Beschwerden. Übelkeit trat seltener auf als in früheren Studien mit kürzeren Dosisintervallen.

Kombinationstherapie im Fokus

An der Studie nahmen 493 Personen mit einem durchschnittlichen Body-Mass-Index von 37 teil. Das Durchschnittsgewicht lag bei 107 Kilogramm, das Durchschnittsalter bei 48 Jahren. Die Teilnehmer erhielten wöchentliche Injektionen mit unterschiedlichen Dosierungen, kombiniert mit reduzierter Kalorienzufuhr und erhöhter körperlicher Aktivität.

Roche plant für die zweite Jahreshälfte 2026 die Veröffentlichung der Topline-Ergebnisse einer zweiten Phase-II-Studie mit Diabetespatienten. Zudem soll noch in diesem Jahr eine Phase-II-Studie starten, die Petrelintide in Kombination mit dem experimentellen Wirkstoff CT-388 untersucht. Die finalen Daten von Zupreme-1 werden auf einem medizinischen Kongress präsentiert, wo Roche auch Details zum Design der Phase-III-Studien vorlegen will.

Der Schweizer Pharmakonzern hatte sich den Wirkstoff 2025 über eine Lizenzvereinbarung mit dem dänischen Partner Zealand Pharma gesichert. Angesichts der boomenden Nachfrage nach Abnehmmitteln ist der Markt hart umkämpft – die nun vorgelegten Daten reichen aber offenbar nicht aus, um die Anleger zu überzeugen.

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