ServiceNow legte am 5. März mit einem Kurssprung von 5,2 Prozent einen überzeugenden Auftritt hin. Auslöser waren neue KI-Produkte für den öffentlichen Sektor, die das Unternehmen auf seinem jährlichen Government Forum vorstellte. Die Rallye kommt nach einem harten Jahresstart – seit Januar verlor die Aktie 18,1 Prozent.

Zwei neue Plattformen für Behörden

ServiceNow präsentierte "EmployeeWorks", eine Plattform mit konversationeller KI zur Unterstützung von Behördenmitarbeitern, sowie "Autonomous Workforce" – KI-Spezialisten, die in sicheren Cloud-Umgebungen der Regierung eigenständig Aufgaben übernehmen.

Der Vorstoß zielt direkt auf die IT-Modernisierungsbudgets des öffentlichen Sektors, ein Marktsegment, das bei der Cloud-Einführung lange hinter der Privatwirtschaft zurücklag. Die neuen Produkte bauen auf der kürzlich abgeschlossenen Moveworks-Übernahme auf, die ServiceNows konversationelle KI-Fähigkeiten deutlich gestärkt hatte.

Analyst und Partner geben Rückenwind

Zusätzliche Unterstützung kam von Forrester, das ServiceNow als Leader für Public-Sector-Lösungen einstufte und dabei die "aggressive KI-Strategie" hervorhob. Parallel dazu schmiedete das Unternehmen eine Partnerschaft mit Autonomize AI für KI-gestützte Gesundheitslösungen und erhob den IT-Dienstleister FPT zum Premier Partner.

Die Breite dieser Initiativen – von Behörden über Gesundheitswesen bis Enterprise IT – zeigt ServiceNows Ansatz, die KI-Plattform gleichzeitig über mehrere Branchen hinweg auszubauen.

Erholung nach heftigem Rückschlag

Die Aktie notiert bei 120,78 Dollar und damit 42,2 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 208,94 Dollar vom Juli 2025. In den drei Monaten bis Anfang März hatte ServiceNow 34 Prozent verloren – trotz solider Quartalszahlen mit 4,8 Prozent Umsatzwachstum und 21 Prozent mehr Abo-Erlösen. Schrumpfende Margen und der Tech-Ausverkauf überschatteten selbst das 5-Milliarden-Dollar-Rückkaufprogramm.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ServiceNow?

Der Anstieg vom 5. März folgte einer ähnlich starken Sitzung zwei Tage zuvor, als Schnäppchenjäger bei 4,2 Prozent Plus zugriffen.

Solide Basis im vierten Quartal

Das operative Fundament stimmt. ServiceNow meldete für Q4 2025 einen bereinigten Gewinn von 0,92 Dollar je Aktie – 5,75 Prozent über der Konsensschätzung und 26 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz von 3,57 Milliarden Dollar übertraf die Erwartungen um 1,25 Prozent und stieg um 20,7 Prozent.

Im vierten Quartal verzeichnete das Unternehmen 244 Transaktionen mit einem Neugeschäftswert von über einer Million Dollar – ein Plus von knapp 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 603 Kunden bringen mittlerweile mehr als fünf Millionen Dollar jährlichen Vertragswert, was einem Wachstum von rund 20 Prozent entspricht.

Die verbleibenden Vertragsverpflichtungen (cRPO) erreichten 12,85 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 25 Prozent.

Ausblick bleibt ambitioniert

Für 2026 rechnet ServiceNow mit Abo-Erlösen zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar, was einem währungsbereinigten Wachstum von 19,5 bis 20 Prozent entspricht. Die bereinigte Abo-Bruttomarge soll bei 82 Prozent liegen, die operative Marge bei 32 Prozent und die Free-Cashflow-Marge bei 36 Prozent.

Cybersecurity-Offensive mit Armis

ServiceNows strategische Ambitionen gehen über KI-Workflows hinaus. Der Konzern übernimmt den OT-Cybersecurity-Anbieter Armis für 7,75 Milliarden Dollar in bar. Die Sicherheitstechnologie von Armis soll in ServiceNow-Workflows integriert werden und End-to-End-Schutz bieten – besonders für Umgebungen mit cyber-physischen Assets wie in der Fertigung oder im Gesundheitswesen. Die kombinierte Plattform wird mit dem ServiceNow AI Control Tower verbunden, der KI im gesamten Unternehmen steuert und verwaltet.

Am 29. April 2026 folgen die nächsten Quartalszahlen. Dann zeigt sich, ob die KI-Strategie sich in nachhaltige finanzielle Outperformance übersetzt.

ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 07. März liefert die Antwort:

Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

ServiceNow: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...