Rio Tinto erlebt gerade zwei sehr unterschiedliche Realitäten gleichzeitig. Während das Unternehmen beim Lithiumprojekt in Argentinien einen wichtigen Meilenstein erreicht hat, liegt der Betrieb an einer der bedeutendsten Kupferminen der USA nach einem tödlichen Unfall still.

Rincon nimmt Fahrt auf

In der argentinischen Provinz Salta hat Rio Tinto ein Finanzierungspaket über 1,175 Milliarden US-Dollar mit einem internationalen Konsortium abgeschlossen. Das Kapital fließt direkt in den Ausbau der Extraktionsanlagen am Rincon-Projekt. Kurz nach Abschluss der Vereinbarung verließ die erste kommerzielle Lieferung Lithiumcarbonat das Gelände — ein Zeichen, dass das Projekt operativ funktioniert.

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Ergänzend dazu hat Rio Tinto neue Partnerschaften im Bereich Dekarbonisierung geschlossen: mit dem Kabelhersteller Prysmian für kohlenstoffarmes Aluminiumkabel und mit dem Batterieriesen CATL zur stärkeren Einbindung in die Batterielieferkette. Die Strategie ist klar — der Konzern will sich als Lieferant für die Energiewende positionieren.

Stillstand in Utah

Einen scharfen Kontrast dazu bildet die Lage in den USA. An der Bingham Canyon Mine in Utah, Teil der Kennecott-Kupferoperation, kam ein Auftragnehmer bei einem Unfall ums Leben. Rio Tinto hat daraufhin sämtliche Oberflächen- und Untertagebauaktivitäten sofort eingestellt. CEO Simon Trott bestätigte die Tragödie und verwies auf psychologische Unterstützung für betroffene Mitarbeiter und Auftragnehmer.

Die Kennecott-Mine ist kein Randprojekt. Sie gehört zu den größten Kupferproduzenten der USA und liefert als Nebenprodukte auch Gold, Silber und Molybdän. Wie lange der Betriebsstopp andauert, hängt vom Ausgang der laufenden Sicherheitsuntersuchung ab.

Abwägen der Gegensätze

Für Anleger ergibt sich ein gemischtes Bild. Der Produktionsstopp in Utah belastet kurzfristig die Kupfersparte — bei einem so bedeutenden Standort können selbst kurze Unterbrechungen die regionalen Lieferketten spürbar beeinflussen. Auf der anderen Seite zeigt die erste Lithiumlieferung aus Rincon, dass die Diversifizierungsstrategie greift. Die externe Finanzierung des Projekts reduziert zudem den Kapitaldruck auf den Konzern. Wie sich die Aktie entwickelt, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie schnell die Kennecott-Mine den Betrieb wieder aufnehmen kann.

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