Rio Tinto Aktie: Lithium-Meilenstein
Rio Tinto hat für sein Lithiumprojekt Rincon in Argentinien eine milliardenschwere Finanzierung gesichert – und gleichzeitig die erste kommerzielle Lieferung von Lithiumcarbonat aus dem Projekt vermeldet. Damit macht der Bergbaukonzern seinen Schwenk hin zu Energiewende-Metallen zur gelebten Realität.
Milliarden für Argentinien
Vier internationale Institutionen – darunter die International Finance Corporation (IFC), IDB Invest, Export Finance Australia und die Japan Bank for International Cooperation – stellen gemeinsam 1,175 Milliarden US-Dollar bereit. Das Geld fließt in die Entwicklung des Rincon-Projekts, das insgesamt rund 2,5 Milliarden Dollar kosten soll.
Das Ziel: eine jährliche Produktionskapazität von rund 60.000 Tonnen batterietauglichem Lithiumcarbonat. Der vollständige Betrieb ist für 2028 geplant, mit einer dreijährigen Hochlaufphase bis zur vollen Kapazität. Die Minenlebensdauer wird auf 40 Jahre geschätzt.
Dass gleich vier multilaterale Geldgeber aus drei Kontinenten einsteigen, ist kein Zufall. Es unterstreicht die strategische Bedeutung des Projekts – sowohl für Rio Tinto als auch für die Regierungen, die hinter der globalen Energiewende stehen.
Lithium als dritte Säule
Rincon ist kein Einzelprojekt, sondern Teil einer klaren Portfoliostrategie. Rio Tinto konzentriert sich künftig auf drei Kernbereiche: Eisenerz, Kupfer sowie Aluminium und Lithium. Die Botschaft dahinter ist eindeutig: Der Konzern will weniger abhängig vom Eisenerz werden.
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Rio Tinto einen Umsatz von rund 57,6 Milliarden Dollar – ein Plus von etwa 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das operative EBITDA stieg um 9 Prozent auf 25,4 Milliarden Dollar, getrieben vor allem durch höhere Kupfervolumina und Rekordmengen aus den australischen Pilbara-Eisenerzoperationen. Der operative Cashflow lag bei 16,8 Milliarden Dollar.
Im Kupferbereich peilt Rio Tinto bis 2030 eine Jahresproduktion von einer Million Tonnen an – ein ambitioniertes Ziel, das durch den weiteren Hochlauf der Oyu-Tolgoi-Untertagmine untermauert wird. Für 2026 liegt die Kupferprognose bei 800.000 bis 870.000 Tonnen.
Ausblick: Kapital wird effizienter eingesetzt
Die Investitionsausgaben sollen ab 2028 unter 10 Milliarden Dollar pro Jahr sinken, wenn die großen Bauprojekte abgeschlossen sind. Für 2026 rechnet das Unternehmen noch mit Capex von bis zu 11 Milliarden Dollar.
Mit gesicherter Finanzierung, laufenden Erstlieferungen und einem klar definierten Produktionspfad bis 2028 hat Rio Tinto die Rincon-Wette in ein konkretes Industrieprojekt verwandelt. Ob der Aktienkurs – derzeit rund 27 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt – diesen Fortschritt bereits einpreist, werden die kommenden Quartale zeigen.
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