Rio Tinto Aktie: Zwischen Trauer und Innovation
Ein tödlicher Arbeitsunfall und ein wegweisender Nachhaltigkeitsdeal — selten treffen bei einem Bergbauriesen so gegensätzliche Nachrichten auf einen Schlag aufeinander.
Am Donnerstag kam ein Mitarbeiter eines Subunternehmens bei einem Vorfall in der Kennecott-Kupfermine im US-Bundesstaat Utah ums Leben. Sämtliche Betriebsabläufe am Standort wurden daraufhin umgehend eingestellt. CEO Simon Trott kündigte an, persönlich nach Kennecott zu reisen — ein Signal, das zeigt, wie ernst das Unternehmen den Vorfall nimmt.
Ein Muster, das Fragen aufwirft
Es ist nicht der erste solche Fall innerhalb kurzer Zeit. Erst im vergangenen Monat verlor ein weiterer Vertragsarbeiter am SimFer-Projekt in Guinea — Teil des Simandou-Eisenerzvorhabens — sein Leben. Zwei tödliche Vorfälle in rascher Folge dürften den Druck auf das Management in Sachen Arbeitssicherheit merklich erhöhen. Investoren beobachten solche Entwicklungen genau, nicht zuletzt mit Blick auf regulatorische Konsequenzen und mögliche Betriebsunterbrechungen an strategisch wichtigen Standorten.
Die Kennecott-Mine zählt zu den produktionsstärksten Kupferminen weltweit — ein Ausfall trifft Rio Tinto damit nicht an der Peripherie, sondern im Kern seiner Rohstoffversorgung.
Grünes Aluminium für den Rechenzentrum-Boom
Auf der anderen Seite präsentierte sich Rio Tinto am Donnerstag als Vorreiter nachhaltiger Rohstoffproduktion. In Zusammenarbeit mit dem Kabelhersteller Prysmian wurde ein Industrieversuch abgeschlossen, bei dem kohlenstoffarmes Aluminiumkabel speziell für den Rechenzentrums-Markt produziert wurde.
Die Grundlage bildet die sogenannte ELYSIS-Technologie, die den Aluminiumschmelzprozess ohne direkte Treibhausgasemissionen ermöglicht und stattdessen Sauerstoff als Nebenprodukt erzeugt. Eingesetzt wurde dafür Aluminium aus dem wasserkraftbetriebenen Alma-Schmelzwerk in der kanadischen Provinz Quebec.
Die Partnerschaft mit Prysmian besteht bereits seit 2023, als beide Unternehmen einen Fünfjahres-Liefervertrag unterzeichneten. Mit dem nun abgeschlossenen Industrieversuch wächst die Zusammenarbeit in Richtung konkreter Marktanwendungen. Prysmian hat sich seinerseits das Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden — deutlich früher als die ursprünglich angestrebte Frist 2050.
Für Rio Tinto ist die Kooperation strategisch bedeutsam: Der boomende Rechenzentrums-Sektor sucht zunehmend nach nachweislich klimafreundlichen Bezugsquellen, und genau dort positioniert sich der Konzern mit seinem Aluminium-Portfolio. ELYSIS-produziertes Aluminium ist allerdings noch nicht in großen Mengen verfügbar und befindet sich weiterhin in der Entwicklungsphase.
An der New Yorker Börse notierte die Aktie zuletzt bei 91,52 Dollar, ein leichtes Minus von 0,61 Prozent. Für Anleger bleibt damit das Gesamtbild gemischt: vielversprechende Zukunftstechnologie auf der einen, operative Rückschläge und Sicherheitsrisiken auf der anderen Seite.
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