Ein Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr dämpft die Stimmung der Investoren. Hinzu kommen trübe Aussichten für den freien Cashflow. Gleichzeitig zeichnet sich in den USA eine rechtliche Lösung ab, die den jahrelangen Glyphosat-Komplex beenden könnte. Ein US-Richter hat einem milliardenschweren Vergleichsangebot vorläufig zugestimmt.

Rote Zahlen und ein schrumpfender Cashflow

Die Bilanz für 2025 spiegelt die enormen juristischen Altlasten des Konzerns wider. Während der Umsatz mit rund 45,6 Milliarden Euro leicht zulegte, drückten hohe Sonderaufwendungen für Rechtsstreitigkeiten das Nettoergebnis tief ins Minus. Auch der freie Cashflow brach um ein Drittel ein. Für das laufende Jahr rechnet das Management aufgrund geplanter Vergleichszahlungen sogar mit einem negativen Cashflow.

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Diese Aussichten hinterlassen Spuren an der Börse. Nachdem das Papier Mitte Februar noch bei 49,17 Euro ein Jahreshoch markierte, gab der Kurs in den vergangenen 30 Tagen um rund 16,5 Prozent nach. Am Freitag schloss der Titel bei 38,44 Euro.

Milliardenvergleich nimmt Hürde

Im Zentrum der finanziellen Belastungen steht der Versuch, die rund 65.000 verbleibenden Roundup-Klagen beizulegen. Ein US-Gericht erteilte Anfang März die vorläufige Genehmigung für einen 7,25 Milliarden Dollar schweren Klassenvergleich. Dieser soll aktuelle und künftige Schadensersatzansprüche für die nächsten zwei Jahrzehnte deckeln. Konzernchef Bill Anderson knüpft den Erfolg des Modells an eine fast vollständige Beteiligungsquote der Kläger.

Parallel blicken Marktbeobachter auf den US Supreme Court. Das oberste Gericht verhandelt Ende April eine Berufung Bayers, bei der es um die grundsätzliche Zulässigkeit von Klagen wegen fehlender Warnhinweise geht.

Analysten sehen Erholungspotenzial

Trotz der aktuellen Belastungen stufen viele Analysten die Papiere positiv ein. Der Konsens von 20 Experten taxiert das durchschnittliche Kursziel auf 45,04 Euro. Für Aktionäre bleibt die Ausschüttung derweil bescheiden. Auf der Hauptversammlung am 24. April wird eine unveränderte Dividende von 0,11 Euro je Aktie vorgeschlagen. Die strategischen Weichen für den weiteren Jahresverlauf stellen sich in den kommenden Monaten. Ein zentrales Datum ist dabei die zweite Junihälfte, wenn die Entscheidung des Supreme Courts erwartet wird.

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