Micron Aktie: Auf Allzeithoch
Micron Technology steht kurz vor einem der meistbeachteten Quartalsberichte im Halbleitersektor. Am 18. März legt das Unternehmen seine Zahlen für das zweite Geschäftsquartal vor — mit einer Umsatzprognose von rund 18,7 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 132 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspräche. Die Aktie erreichte gestern ein neues 52-Wochen-Hoch.
Zahlen mit Rekordanspruch
Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 setzte bereits die Messlatte hoch: Micron erzielte einen Umsatz von 13,64 Milliarden Dollar — ein Plus von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr — und einen Nettogewinn von 5,24 Milliarden Dollar. Es war das dritte Quartal in Folge mit einem neuen Umsatzrekord, alle Geschäftsbereiche inklusive Cloud Memory und Mobile erzielten Bestmarken.
Für das zweite Quartal erwarten Analysten im Konsens einen Umsatz von 19,18 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 8,66 Dollar — mit 23 Aufwärtsrevisionen allein in den vergangenen 90 Tagen. Das implizierte Gewinnwachstum von rund 480 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal spiegelt die außergewöhnliche Nachfragedynamik im KI-Speichermarkt wider.
HBM als Wachstumsmotor
Der zentrale Treiber hinter diesen Zahlen ist High Bandwidth Memory. Microns gesamte HBM-Produktion für das Kalenderjahr 2026 — einschließlich der nächsten Generation HBM4 — ist bereits vollständig vertraglich vergeben. Das Management erwartet, dass der HBM-Markt bis 2028 auf 100 Milliarden Dollar anwächst, bei einer jährlichen Wachstumsrate von 40 Prozent.
Gleichzeitig übersteigt die Nachfrage nach DRAM und NAND das Angebot, was höhere Preise und steigende Bruttomargen begünstigt. Hyperscaler wie Microsoft, Alphabet, Amazon und Meta planen in diesem Jahr gemeinsam zwischen 600 und 700 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur ein — und Speicherlösungen zählen dabei zu den knappsten Ressourcen.
Kapazitätsausbau auf drei Kontinenten
Um der Nachfrage gerecht zu werden, investiert Micron massiv in neue Produktionskapazitäten. Ende Februar eröffnete das Unternehmen in Sanand, Indien, Asiens erste Halbleiter-Montage- und Testanlage mit einem kombinierten Investitionsvolumen von rund 2,75 Milliarden Dollar. Im Januar begann der Bau eines Speicherwerks in Clay, New York, mit einem geplanten Investitionsvolumen von 100 Milliarden Dollar und bis zu vier Fertigungsanlagen. Hinzu kommt eine geplante Übernahme eines Produktionsstandorts in Taiwan für 1,8 Milliarden Dollar zur Erweiterung der DRAM-Kapazitäten.
Das Analysehaus Aletheia hat ein Kursziel von 650 Dollar ausgegeben und verweist auf die strukturell hohe Nachfrage durch KI und diversifizierte Speicherprodukte. Micron selbst plant, die Investitionsausgaben im laufenden Geschäftsjahr auf rund 20 Milliarden Dollar zu erhöhen.
Mit dem Quartalsbericht am 18. März wird sich zeigen, ob die tatsächlichen Zahlen die bereits ambitionierten Erwartungen noch übertreffen — und ob Microns Bewertung mit einem KGV von knapp 40 durch die Ergebnisse weiter gestützt wird.
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