Rio Tinto Aktie: Titandioxid-Verkauf pausiert
Rio Tinto hat den geplanten Verkauf seines Titangeschäfts vorerst auf Eis gelegt. Geopolitische Spannungen erschweren eine Transaktion mit den wahrscheinlichsten Käufern – ein Rückschlag für die Portfoliobereinigung des Bergbaukonzerns.
Geopolitik stoppt den Verkaufsprozess
Das Titangeschäft gilt als Rio Tintos größtes nicht zum Kerngeschäft gehörendes Asset. Dazu zählen Richards Bay Minerals in Südafrika, Madagaskar Minerals sowie die Sorel-Tracy-Anlagen in der kanadischen Provinz Quebec. Gerade die Standorte in Südafrika und Madagaskar bringen besondere regulatorische und politische Rahmenbedingungen mit sich, die den Prozess verkomplizieren.
Der von UBS und JPMorgan begleitete Verkaufsprozess sei damit zumindest vorübergehend gestoppt worden. Wer als wahrscheinlichster Käufer infrage käme und warum geopolitische Faktoren diesen Weg versperren, ließen die Quellen offen.
Unberührt davon läuft der Verkauf des Boratgeschäfts weiter – hier haben laut Berichten bereits Private-Equity-Gesellschaften und Chemieunternehmen Interesse signalisiert.
Gallium-Projekt als strategischer Gegenakzent
Parallel dazu treibt Rio Tinto ein Forschungsprojekt zur Gewinnung von Gallium voran. Das Vorhaben sieht eine Pilotanlage im Complexe Jonquière im kanadischen Saguenay vor, die bis 2027 in Betrieb gehen soll. Natural Resources Canada hat eine nicht rückzahlbare Förderbeitrag dafür grundsätzlich genehmigt.
Gallium ist ein kritischer Rohstoff, der unter anderem in Halbleitern und Elektronikprodukten eingesetzt wird. Für Rio Tinto bietet das Projekt die Möglichkeit, aus dem bestehenden Aluminiumraffinierungsprozess zusätzlichen Wert zu schöpfen – ohne neue Bergbaustandorte erschließen zu müssen.
Die Aktie hat sich seit ihrem April-Tief deutlich erholt, bewegt sich aktuell aber knapp unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs und kämpft kurzfristig mit leichtem Gegenwind. Ob der pausierte Titanverkauf wieder aufgenommen wird, hängt maßgeblich davon ab, wie sich das geopolitische Umfeld in den betroffenen Regionen entwickelt.
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