Der Düsseldorfer Rüstungskonzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr historische Bestmarken erzielt, an der Börse sorgte das Zahlenwerk jedoch zunächst für lange Gesichter. Eine überraschend konservative Umsatzprognose für 2026 überschattet die prall gefüllten Auftragsbücher und den ehrgeizigen Umbau zum maritimen Vollversorger. Investoren bewerten nun neu, wie viel des zukünftigen Wachstums bereits im Kurs eingepreist ist.

Im Jahr 2025 kletterte der Konzernumsatz um 29 Prozent auf knapp 9,9 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis überproportional auf 1,84 Milliarden Euro anstieg. Das eigentliche Problem für den Markt lag in der Prognose. Für das laufende Jahr stellt das Management Erlöse zwischen 14 und 14,5 Milliarden Euro in Aussicht. Obwohl dies einem immensen Wachstumssprung von über 40 Prozent entspricht, hatten Analysten im Vorfeld mit rund 15 Milliarden Euro gerechnet. Diese Lücke zwischen Erwartung und Realität führte unmittelbar nach der Veröffentlichung zu einem deutlichen Kursrückgang, bevor in den Folgetagen eine spürbare Erholung einsetzte.

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Volle Auftragsbücher und strategischer Umbau

Ein Blick auf das Fundament des Unternehmens offenbart eine anhaltend hohe Nachfrage. Der Auftragsbestand schwoll bis Ende 2025 auf 63,8 Milliarden Euro an und soll sich im laufenden Jahr auf 135 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Treiber sind hierbei nicht nur die anhaltenden Konflikte in der Ukraine, sondern auch der Bedarf der USA an Feststoffraketenmotoren zur Wiederauffüllung der Bestände nach Einsätzen im Iran.

Parallel treibt CEO Armin Papperger die Transformation massiv voran. Durch die Ende Februar abgeschlossene Übernahme von Naval Vessels Lürssen (NVL) inklusive historischer Werften wie Blohm+Voss steigt der Konzern zum Generalunternehmer für Marineschiffe auf. Gleichzeitig trennt man sich vom zivilen Automobilzuliefergeschäft, um sich unter einer neuen Divisionsstruktur ab 2026 völlig auf Rüstungsgüter zu fokussieren.

Dividendenplus und nächster Prüfstein

Trotz der starken operativen Entwicklung spiegelt die aktuelle Bewertung eine gewisse Skepsis wider. Mit einem Schlusskurs von 1.592,00 Euro am Freitag notiert der Titel derzeit gut 20 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 1.995,00 Euro. Aktionäre erhalten als Ausgleich für die jüngsten Schwankungen voraussichtlich eine kräftig angehobene Dividende von 11,50 Euro je Anteilsschein. Der nächste konkrete Belastungstest für die neue Konzernstruktur und das prognostizierte Margenziel von 19 Prozent folgt bereits am 7. Mai 2026 mit der Veröffentlichung der Bilanz zum ersten Quartal.

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