Rio Tinto beschleunigt seinen Umbau zum diversifizierten Rohstoffkonzern. Innerhalb weniger Tage verkündete der Bergbaugigant eine Milliarden-Investition in Wasserinfrastruktur, ein Forschungsprojekt für das kritische Metall Gallium und solide Geschäftszahlen für 2025. Die Strategie: weg vom reinen Eisenerz-Fokus, hin zu Metallen für die Elektrifizierung.

Wasserversorgung und Gallium-Projekt

Im Pilbara-Gebiet in Westaustralien baut Rio Tinto gemeinsam mit der Regionalregierung eine Meerwasserentsalzungsanlage. Das Joint Venture im Verhältnis 50:50 hat ein Volumen von umgerechnet rund 772 Millionen US-Dollar. Die Anlage soll jährlich acht Gigaliter entsalztes Wasser liefern und den Druck auf regionale Grundwasserreserven verringern. Stufe eins geht noch 2026 in Betrieb, Stufe zwei folgt 2027.

Parallel dazu treibt Rio Tinto in Québec die Gewinnung von Gallium voran. Das Metall wird für Hochleistungselektronik und moderne Technologien benötigt, kommt derzeit aber nicht aus Nordamerika. Eine Pilotanlage am Standort Complexe Jonquière soll ab 2027 bis zu vier Tonnen Gallium pro Jahr produzieren. Später ist eine Demonstrationsanlage mit bis zu 40 Tonnen Jahreskapazität geplant – etwa fünf Prozent der weltweiten Produktion. Kanada und Québec fördern das Projekt mit insgesamt rund 26 Millionen kanadischen Dollar.

Solide Zahlen trotz Rohstoffpreisdruck

Das Geschäftsjahr 2025 schloss Rio Tinto mit einem Umsatz von rund 57,6 Milliarden US-Dollar ab, ein Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte EBITDA stieg um neun Prozent auf 25,4 Milliarden Dollar, der Gewinn nach Steuern erreichte zehn Milliarden Dollar. Die Dividende belief sich auf 6,5 Milliarden Dollar – bereits das zehnte Jahr in Folge mit einer Ausschüttungsquote von 60 Prozent am oberen Ende der Zielspanne.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rio Tinto?

Getragen wurde das Wachstum von höheren Kupfer- und Eisenerzmengen. Die Kupferproduktion profitierte von der laufenden Hochfahrphase der unterirdischen Oyu-Tolgoi-Mine in der Mongolei. Im Pilbara verzeichnete Rio Tinto eine Rekordförderung bei Eisenerz. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit 323 bis 338 Millionen Tonnen aus der Region.

Simandou und Portfolio-Fokus

Die neue Simandou-Mine in Guinea verschiffte im Dezember erstmals Erz. Für 2026 sind fünf bis zehn Millionen Tonnen geplant. Das Projekt diversifiziert Rio Tintos Eisenerz-Standorte über Australien hinaus und stärkt die strategische Flexibilität.

CEO Simon Trott will den Konzern durch Veräußerungen und Effizienzsteigerungen zwischen fünf und zehn Milliarden Dollar freimachen. Das Portfolio soll sich auf Eisenerz, Kupfer, Aluminium und Lithium konzentrieren. Die Investitionsausgaben sollen ab 2028 unter zehn Milliarden Dollar pro Jahr sinken, wenn die großen Projekte abgeschlossen sind.

Rio Tinto positioniert sich damit neu: nicht mehr nur als Eisenerz-Lieferant, sondern als Anbieter von Metallen für die Elektrifizierung. Kupfer wird dabei zum wichtigsten Margentreiber. Die Effizienz bei den Großprojekten Oyu Tolgoi und Simandou entscheidet über den weiteren Kurs.

Rio Tinto-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rio Tinto-Analyse vom 8. März liefert die Antwort:

Die neusten Rio Tinto-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rio Tinto-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rio Tinto: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...