Rio Tinto steht an diesem Donnerstag gleich an drei Fronten im Fokus: Die Aktie wird ex Dividende gehandelt, Argus Research hebt das Kursziel deutlich an – und in Südafrika geht ein jahrelang stillgelegtes Mineralsandprojekt wieder in Betrieb. Was bedeutet das Zusammentreffen dieser Ereignisse für Anleger?

Finale Dividende für 2025 wird ausgezahlt

Wer die Aktie bis gestern im Depot hatte, erhält die Schlussdividende für 2025 in Höhe von 2,54 US-Dollar je Anteilsschein. Die Auszahlung erfolgt am 16. April 2026. Damit setzt Rio Tinto seine Tradition fort, 60 Prozent des Gewinns an die Aktionäre auszuschütten – ein Level, das der Konzern seit zehn Jahren am oberen Ende der eigenen Spanne hält.

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Insgesamt flossen im Geschäftsjahr 2025 Dividenden von 6,5 Milliarden Dollar an die Anteilseigner zurück, bei einem Jahresgewinn von 10,0 Milliarden Dollar. Die Ausschüttungsquote bleibt damit stabil, trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds für Eisenerz und Aluminium.

Argus Research sieht 115 Dollar

Die Analysten von Argus haben ihr Kursziel für Rio Tinto auf 115 Dollar angehoben. Als Begründung verweisen sie auf solide Nachfragefundamentale und die disziplinierte Kapitalallokation des Konzerns. Besonders das wachsende Kupfer-Exposure wird als strategischer Vorteil gewertet, angesichts des globalen Trends zur Elektrifizierung und zum Ausbau erneuerbarer Infrastruktur.

In den vergangenen drei Monaten legte die Aktie um 38 Prozent zu, während der globale Markt-ETF EFA lediglich 9 Prozent gewann. Die diversifizierte Rohstoffpalette und die operative Disziplin gelten als Treiber dieser Outperformance.

Südafrika-Projekt nach sechs Jahren Pause wieder aktiv

Rio Tinto hat grünes Licht für den Neustart des Zulti-South-Projekts gegeben. Das 473 Millionen Dollar schwere Vorhaben in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal war 2020 wegen Unruhen in der Region auf Eis gelegt worden. Jetzt soll es die Lebensdauer der Richards Bay Minerals-Mine bis 2050 verlängern.

Die Mine fördert Zirkon, Rutil, Ilmenit und Titanoxid – Rohstoffe, die in Farben, Sonnenschutz und Smartphones zum Einsatz kommen. Rio Tinto hält 74 Prozent an Richards Bay Minerals. Der Neustart signalisiert eine Stabilisierung der operativen Bedingungen vor Ort und eröffnet dem Konzern eine zusätzliche Wachstumsperspektive im Mineraliengeschäft.

Kupfer treibt Produktion, Eisenerz bleibt Rückgrat

Im Geschäftsjahr 2025 steigerte Rio Tinto die Produktion kupferäquivalenter Metalle um 8 Prozent. Verantwortlich dafür waren vor allem die Hochlaufphase der Oyu-Tolgoi-Kupfermine in der Mongolei und Rekordmengen aus den Eisenerz-Minen in Pilbara, Australien. Das operative EBITDA kletterte um 9 Prozent auf 25,4 Milliarden Dollar, der operative Cashflow erreichte 16,8 Milliarden Dollar.

Eisenerz machte 2025 knapp die Hälfte des Umsatzes aus, Aluminium und Bauxit ein gutes Viertel, Kupfer 11,6 Prozent. China bleibt mit 57,3 Prozent der wichtigste Absatzmarkt, gefolgt von den USA mit 16,7 Prozent. Für 2026 peilt der Konzern eine Kupferproduktion von 800.000 bis 870.000 Tonnen an, bei Investitionen von rund 11 Milliarden Dollar.

Fazit: Solide Basis, verhaltener Ausblick

Die operative Entwicklung ist stabil, die Dividendenpolitik verlässlich, die Bewertung nach Einschätzung von Analysten fair. Kupferwachstum und Produktivitätsgewinne stehen schwächeren Eisenerzpreisen und kurzfristigen Volumenrisiken gegenüber. Das Jahr 2026 dürfte weniger vom Eisenerzgeschäft abhängen als in der Vergangenheit – und stärker davon, wie konsequent Rio Tinto seine Kupferprojekte hochfährt und die Kapitalausgaben im Griff behält.

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