Rio Tinto dreht strategisch weiter in Richtung Kupfer – und legt dabei gleich doppelt nach. In den letzten 48 Stunden meldete der Konzern eine neue Kooperation in Chile und eine groß angelegte Explorations-Offensive in Westaustralien. Dahinter steht ein klares Ziel: sich frühzeitig Zugang zu künftig besonders gefragten Kupferressourcen zu sichern.

Partnerschaft mit Codelco

Rio Tinto hat mit Chiles Staatskonzern Codelco, dem weltweit größten Kupferproduzenten, eine Absichtserklärung (MoU) unterzeichnet. Im Kern geht es darum, gemeinsame Möglichkeiten auszuloten und die Umsetzung großer Minen-Investitionsprojekte in Chile zu verbessern.

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Geplant ist, die Erfahrung beider Häuser in Projektmanagement, operativer Exzellenz und Lieferketten zusammenzuführen. Dafür soll ein gemeinsamer Lenkungsausschuss mit Top-Managern beider Unternehmen Pilotprojekte identifizieren und die Initiativen steuern.

Neu ist der Draht zwischen den Firmen nicht: Beide arbeiten bereits am Kupferprojekt Nuevo Cobre zusammen, außerdem gibt es eine Verbindung über Lithium-Entwicklungen am Salzsee Maricunga. Für Codelco passt die Vereinbarung ins Bild, denn der Produzent setzt laut Bericht gezielt auf internationale Partner, um technische und kapitalintensive Großprojekte besser zu stemmen.

Australien: Suche im Niemandsland

Parallel dazu weitet Rio Tinto die Suche nach neuen, großen Kupferlagerstätten in Westaustralien deutlich aus. Das Unternehmen hat sich fünf neue Explorationslizenzen gesichert – vor allem in den abgelegenen Wüstenregionen Little Sandy und Gibson.

In Summe umfassen die Flächen rund 1.250 Quadratkilometer. Der Schritt, der am 27. Februar gemeldet wurde, ist ausdrücklich als „Greenfields“-Vorstoß zu verstehen: also Exploration in Grenzgebieten weit weg von bestehender Infrastruktur. Schon Ende 2025 gab es einen ähnlichen Flächen-Zukauf – ein Hinweis darauf, dass Rio Tinto hier langfristig auf eine „Tier-One“-Entdeckung zielt, die das Wachstum über Jahre tragen kann.

Warum Kupfer jetzt im Mittelpunkt steht

Beide Maßnahmen zahlen auf die erklärte Strategie ein, Kupfer zu priorisieren. Das Unternehmen hatte zuletzt betont, dass inzwischen ein großer Teil des Explorationsbudgets in die Suche nach neuen Kupferressourcen fließt. Gleichzeitig folgt der Fokus auf organisches Wachstum und Partnerschaften auf das Ende früherer Überlegungen zu einer Fusion mit Glencore, das über eine umfangreiche Kupfer-Projektpipeline verfügt.

Der Hintergrund ist die erwartete Nachfrage: Kupfer gilt als Schlüsselmetall für Elektroautos, erneuerbare Energien und die fortschreitende Elektrifizierung – also genau die Bereiche, die im Zuge der Energiewende stark ausgebaut werden sollen. Kann Rio Tinto damit seine Pipeline früh genug füllen? Die neue Chile-Allianz und die Ausweitung der Exploration deuten zumindest darauf hin, dass der Konzern diese Frage aktiv mit Projekten unterlegt.

Zum Kursbild: Mit 83,75 € lag die Aktie am Freitag nur leicht im Minus (-0,49%), notiert aber weiter nahe am jüngsten 52‑Wochen‑Hoch von 85,60 € (25.02.2026) – der Markt bewertet den strategischen Kupfer-Kurs damit bislang eher konstruktiv.

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