BioNTech Aktie: Wette auf Krebs
BioNTech steht 2026 am Scheideweg. Während die Einnahmen aus dem COVID-19-Geschäft weiter schwinden, muss der Mainzer Konzern nun beweisen, dass seine Technologie auch in der Krebsmedizin funktioniert. Das laufende Jahr wird dabei zur Bewährungsprobe: Gelingt der Biotech-Schmiede mit einer Fülle an klinischen Daten der erfolgreiche Umbau zum Onkologie-Riesen?
Strategischer Schwenk im Fokus
Der Rückgang der Pandemie-Umsätze zwingt BioNTech zur Evolution. Auf der jüngsten J.P. Morgan Healthcare Conference machte das Management klar, wohin die Reise geht: Das Unternehmen will sich als breit aufgestellter Onkologie-Konzern neu erfinden. Der Fahrplan für 2026 ist ambitioniert. Bis Jahresende sollen 15 klinische Studien der Phase 3 laufen – der letzten und entscheidenden Hürde vor einer möglichen Zulassung.
Für Anleger bedeutet das vor allem eins: Volatilität durch Nachrichten. BioNTech erwartet im Jahresverlauf sieben Datenauswertungen aus späten Studienphasen. Da für 2026 noch keine nennenswerten Umsätze aus dem Krebsgeschäft prognostiziert werden, sind diese klinischen Ergebnisse die einzigen wirklichen Kurstreiber. Erste Erfolge gibt es bereits: Die US-Arzneimittelbehörde FDA gewährte der Therapie BNT113 den Fast-Track-Status für Kopf-Hals-Tumore und dem Antikörper Gotistobart den Orphan-Drug-Status für eine Lungenkrebsart.
Analysten sind uneins
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BioNTech?
Diese Übergangsphase sorgt an der Wall Street für geteilte Meinungen. Die Unsicherheit spiegelt sich im Kurs wider, der auf Jahressicht rund 22 Prozent eingebüßt hat und aktuell bei knapp 90 Euro notiert.
- Das Lager der Optimisten: Goldman Sachs stufte die Aktie Anfang Februar auf "Kaufen" hoch. Die Begründung liegt im langfristigen Potenzial der Immunonkologie und der sogenannten Antikörper-Wirkstoff-Konjugate.
- Das Lager der Skeptiker: Leerink Partners senkte das Votum hingegen auf "Market Perform". Hier überwiegt die Vorsicht angesichts der hohen Erwartungen, die nun auf den Studienergebnissen lasten.
Einig sind sich Marktbeobachter jedoch in einem Punkt: Die finanzielle Basis stimmt. Dank der massiven Gewinne aus der Pandemiezeit sitzt BioNTech auf hohen Barreserven. Das ermöglicht es den Mainzern, die extrem teure Forschung voranzutreiben, ohne sofort auf neue Kapitalerhöhungen angewiesen zu sein.
Blick auf die Zahlen
Investoren sollten sich den 10. März 2026 im Kalender markieren. An diesem Tag legt BioNTech die Bilanz vor. Zwar dürfte der Fokus auf der Pipeline liegen, doch die Zahlen werden Aufschluss darüber geben, wie schnell die COVID-Einnahmen tatsächlich wegschmelzen und wie hoch die "Burn Rate" für die Forschung aktuell ist. Zudem nimmt am 1. März eine neue Personalvorständin ihre Arbeit auf, um das Unternehmen strukturell auf die neue Wachstumsphase auszurichten.
BioNTech-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BioNTech-Analyse vom 6. Februar liefert die Antwort:
Die neusten BioNTech-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BioNTech-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BioNTech: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








