Rekordergebnisse im Jahr 2025, ein Auftragsbestand auf Allzeithoch — und trotzdem gibt die Aktie nach. Der Rüstungszulieferer Renk hat geliefert, doch der Ausblick auf 2026 lässt Anleger zweifeln.

Starkes 2025, aber der Blick nach vorn trübt die Stimmung

Die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr sind beeindruckend: Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis legte um 22 Prozent auf 230 Millionen Euro zu. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 16,9 Prozent. Haupttreiber war das Rüstungsgeschäft mit einem Umsatzplus von 24 Prozent — strukturell gestützt durch steigende Verteidigungsbudgets in Europa und NATO-Ausgabenverpflichtungen. Den Aktionären winkt eine Dividendenerhöhung um 38 Prozent auf 0,58 Euro je Aktie.

Auch das Fundament für die kommenden Jahre scheint solide: Der Auftragsbestand wuchs von 5,0 auf 6,7 Milliarden Euro — ein neues Allzeithoch. Das Book-to-Bill-Verhältnis von 1,2 zeigt, dass mehr Aufträge eingehen als abgearbeitet werden.

Warum der Ausblick belastet

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Das Problem liegt im Tempo. Für 2026 stellt das Management ein bereinigtes EBIT von rund 270 Millionen Euro in Aussicht — ein Wert, der knapp zwei Prozent unter den Konsensschätzungen der Analysten lag. Das reichte, um Erwartungen zu korrigieren und den Kurs unter Druck zu setzen.

Hinzu kommen operative Belastungen: Rüstungsaufträge im Volumen von rund 200 Millionen Euro, ursprünglich für das vierte Quartal 2025 erwartet, verschoben sich ins laufende Jahr. Wechselkurseffekte, ein schwächeres industrielles Marktumfeld und Exportbeschränkungen gegenüber Israel verstärken den Gegenwind.

Die Aktie notiert aktuell rund 38 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 88,73 Euro und damit deutlich unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts. Die langfristige Wachstumsthese bleibt durch den Rekordauftragsbestand intakt — entscheidend wird nun sein, wie schnell Renk diesen in Erträge umwandeln kann. Erste Aufschlüsse dürften die Zahlen zum ersten Quartal 2026 liefern.

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