Plug Power hat im vierten Quartal 2025 erstmals seit Jahren einen positiven Bruttogewinn ausgewiesen — und gleichzeitig einen neuen CEO installiert. Beides zusammen hat die Stimmung rund um den Wasserstoffspezialisten spürbar aufgehellt. Die entscheidende Frage ist, ob das Unternehmen nach mehr als zwei Jahrzehnten ohne Gesamtgewinn diesmal tatsächlich den Turnaround schafft.

Starke Quartalszahlen, historische Kehrtwende

Am 2. März meldete Plug Power die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025. Der Umsatz lag mit 225,2 Millionen Dollar über den Analystenerwartungen von 217 Millionen Dollar. Beim bereinigten Verlust je Aktie schnitt das Unternehmen mit minus 0,06 Dollar ebenfalls besser ab als die erwarteten minus 0,10 Dollar.

Besonders bemerkenswert: Plug erzielte einen Bruttogewinn von 5,5 Millionen Dollar — nach einem Bruttoverlust von 233 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2025 stieg der Umsatz um 12,9 Prozent auf rund 710 Millionen Dollar, getrieben vor allem durch höhere Geräteverkäufe. Die GenEco-Elektrolyseure trugen dabei mit einem Rekordumsatz von 187 Millionen Dollar bei und verfügen über eine globale Vertriebspipeline von rund 8 Milliarden Dollar.

Neuer Chef, neue Strategie

Ebenfalls zum 2. März übernahm Jose Luis Crespo die Rolle des CEO. Er war zuvor als President und Chief Revenue Officer bei Plug tätig und hat maßgeblich dazu beigetragen, den Umsatz von rund 27 Millionen Dollar im Jahr 2013 auf über 700 Millionen Dollar im Jahr 2025 zu steigern. Sein Vorgänger Andy Marsh wechselt in den Aufsichtsrat.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Plug Power?

Crespos Erfahrung im europäischen Markt gilt als strategischer Vorteil — Europa ist für Plug ein wachsender Absatzmarkt. Parallel dazu hat das Restrukturierungsprogramm „Project Quantum Leap" erste Früchte getragen: Kostensenkungen, Personalabbau und eine Schuldenrestrukturierung verschafften dem Unternehmen nach eigenen Angaben 368,5 Millionen Dollar in unrestricted Cash — genug, um 2026 ohne neue Aktienemissionen zu finanzieren.

Ambitionierte Ziele, bekannte Risiken

Plug Power peilt positives EBITDAS bis Ende 2026, positives operatives Ergebnis bis Ende 2027 und vollständige Profitabilität bis Ende 2028 an. Doch solche Versprechen kennen Investoren: Das Unternehmen prognostiziert seit über einem Jahrzehnt den Sprung in die Gewinnzone.

Reicht die Verbesserung der Bruttomargen aus, um die strukturellen Risiken zu überwiegen? Plug trägt noch immer mehr als 1,3 Milliarden Dollar an langfristigen Schulden, aufgebaut beim Ausbau der Wasserstoffproduktion. Hinzu kommt, dass das eigene Umsatzwachstumsziel für 2026 von rund 13 Prozent deutlich unter den ursprünglichen Markterwartungen liegt.

Die Aktie hat sich seit ihrem 52-Wochen-Tief von 0,63 Euro deutlich erholt und notiert aktuell klar oberhalb ihrer 200-Tage-Linie. Das erste positive Quartalsergebnis, ein erfahrener neuer CEO und eine stabilisierte Bilanz sind konkrete Fortschritte. Ob Plug Power daraus ein tragfähiges Geschäftsmodell macht, wird sich an der Umsatz- und Margenentwicklung in den kommenden Quartalen ablesen lassen.

Plug Power-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Plug Power-Analyse vom 13. März liefert die Antwort:

Die neusten Plug Power-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Plug Power-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Plug Power: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...