Deutsche Pfandbriefbank Aktie: Knifflige Zeiten?
Der US-Rückzug hat bei der Deutschen Pfandbriefbank (pbb) jetzt seinen Preis auf dem Tisch: ein hoher Jahresverlust, gestrichene Dividende und ein vorsichtiger Blick nach vorn. Genau das trifft eine Aktie, die ohnehin seit Monaten nach Halt sucht. Kann die Neuausrichtung in Europa schnell genug tragen?
US-Ausstieg reißt Loch in die Bilanz
Unterm Strich meldete die pbb für 2025 einen Verlust von 284 Mio. Euro – nach 90 Mio. Euro Gewinn im Vorjahr. Treiber waren vor allem deutlich höhere Abschreibungen und Rückstellungen: Sie stiegen von 170 Mio. Euro auf 410 Mio. Euro, davon 334 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem US-Geschäft und der Projektfinanzierung.
Der Hintergrund: Die Bank zieht sich vollständig aus dem US-Gewerbeimmobilienmarkt zurück. Das US-Engagement war kurz vor der Corona-Pandemie aufgebaut worden – ausgerechnet der Bürobereich geriet anschließend in eine anhaltende Schwächephase, was in der Branche spürbar auf Kreditportfolios durchschlug.
Operativ mehr Neugeschäft – aber weniger Bestand
Auf der operativen Seite zeigt sich ein gemischtes Bild. Das Neugeschäft stieg 2025 um fast ein Viertel auf 6,3 Mrd. Euro. Trotzdem schrumpfte der Kreditbestand wegen des US-Rückzugs um 1,7 Mrd. Euro auf 27,3 Mrd. Euro.
Zusätzlich hat das Management bei der „Aufräumarbeit“ in Europa Immobilienprojekte neu bewertet, um mögliche spätere Belastungen frühzeitig abzubilden. Das passt zur Linie, Risiken zu reduzieren – kostet kurzfristig aber Ergebnis.
Keine Dividende, verhaltene Prognose – und ein Vorstandswechsel
Für 2025 soll keine Dividende gezahlt werden, nachdem für 2024 noch 0,15 Euro je Aktie ausgeschüttet wurden. Auch die mittelfristige Zielplanung wurde gestreckt: Das Renditeziel wurde von 2027 auf 2028 verschoben. Bis dahin sollen die Erträge auf rund 600 Mio. Euro steigen, die Rendite auf das materielle Eigenkapital soll 8% erreichen (2025 lag sie wegen des Verlusts bei -10,6%).
Für 2026 bleibt der Vorstand vorsichtig: Bei operativen Erträgen von 375 bis 425 Mio. Euro (nach 422 Mio. Euro im Vorjahr) erwartet die Bank einen Vorsteuergewinn von 30 bis 40 Mio. Euro. Begründet wird das mit einer deutlich zäheren Erholung der europäischen Gewerbeimmobilienmärkte und der Tatsache, dass Europa den Wegfall der US-Kredite nur schrittweise ersetzen kann.
Parallel kommt Bewegung in den Vorstand: Barkha Mehmedagic ist zum 1. März 2026 gestartet und soll – vorbehaltlich der Genehmigungen – zum 1. Juni 2026 das Ressort Real Estate Finance Solutions von Thomas Köntgen übernehmen, der auf eigenen Wunsch ausscheidet.
Aktie nahe 52-Wochen-Tief
Am Markt spiegelt sich die Belastung klar wider: Die Aktie notiert heute bei 3,02 Euro und damit auf dem 52‑Wochen‑Tief (3,02 Euro am 06.03.2026). In den vergangenen 7 Tagen ging es um -15,41% nach unten, auf 30 Tage um -28,85%. Auffällig: Der Kurs liegt rund -25% unter dem 50‑Tage‑Durchschnitt (4,02 Euro) – ein Hinweis, wie deutlich der Titel zuletzt unter Druck stand.
Der nächste konkrete Termin ist bereits gesetzt: Am 23. März 2026 will die pbb den vollständigen Geschäftsbericht 2025 vorlegen – dann dürfte sich zeigen, wie detailliert der US-Ausstieg, die Neubewertungen in Europa und die nächsten Schritte der Strategie im Zahlenwerk nachvollziehbar werden.
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