Redcare Pharmacy Aktie: Miese Stimmung
Deutschlands Online-Apotheken geraten massiv unter Druck. Nach dm stößt nun auch Rossmann in den Markt – und wählt dabei ausgerechnet die Niederlande als Standort. Genau dort, wo Marktführer Redcare Pharmacy seinen Sitz hat. Die Aktie reagiert mit einem Absturz auf ein Drei-Jahres-Tief.
Rossmann greift an
Rossmann-Chef Raoul Roßmann bestätigte kürzlich die Pläne für eine eigene Online-Apotheke. Die Drogeriekette ist nach eigenen Angaben bereits "so tief involviert", dass der Start als sicher gilt. Entscheidend: Rossmann wird das Geschäft aus den Niederlanden betreiben – dem Heimatmarkt von Redcare.
Damit entsteht binnen weniger Wochen eine Zweifronten-Offensive der etablierten Drogerieketten. Erst im Dezember hatte dm mit dm-med den Einstieg vollzogen. Beide Konkurrenten bringen erhebliche Vorteile mit:
- Etablierte Kundenbasis mit Millionen Stammkunden
- Funktionierende Logistiknetzwerke
- Starke Markenbekanntheit
- Finanzielle Ressourcen
Für Redcare könnte die Timing kaum schlechter sein. Das Unternehmen hatte gerade eine 64,5-Millionen-Euro-Zahlung für die Anleihe-Refinanzierung geleistet. Hinzu kommen schwache Quartalszahlen: Die Erlöse im vierten Quartal 2025 verfehlten die Erwartungen um rund drei Prozent. Besonders belastend wirkt die Schwäche im margenstarken Non-Rx-Segment, in dem rezeptfreie Produkte verkauft werden.
Technisch angeschlagen
Die Aktie hat innerhalb eines Jahres etwa die Hälfte ihres Wertes verloren. Am Mittwoch erreichte der Kurs mit 55,80 Euro den tiefsten Stand seit Januar 2023. Aktuell notiert das Papier nur knapp darüber und testet damit eine kritische Unterstützungszone.
Wettbewerber DocMorris erwischte es noch härter: Das Papier verlor an einem Handelstag über zehn Prozent. Der Grund für die stärkere Schwäche liegt in zusätzlichen Liquiditätssorgen. Redcare verfügt mit 265,6 Millionen Euro Barmitteln (Stand September 2025) über ein deutlich solideres Finanzpolster.
Bemerkenswert ist die hohe Leerverkaufsquote von knapp 14 Prozent der ausstehenden Aktien. Das zeigt: Spekulanten setzen weiter auf fallende Kurse.
Analysten uneins
Die Einschätzungen der Experten klaffen extrem auseinander. Während Berenberg an der Kaufempfehlung festhält, stuft UBS das Papier neutral ein und sieht ein Kursziel von 74 Euro. Die Deutsche Bank kalkuliert mit 214 Euro – mehr als dem Dreifachen des aktuellen Niveaus.
Diese Spannbreite verdeutlicht die Unsicherheit darüber, ob Redcare seine Marktposition gegen die kapitalstarken Drogerieketten verteidigen kann.
Am 4. März 2026 legt das Unternehmen die vollständigen Jahreszahlen vor. Investoren werden vor allem auf die Margenentwicklung im Non-Rx-Bereich und die Profitabilität des E-Rezept-Geschäfts achten. Bis dahin bleibt das technische Bild angespannt.
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