Europas größte Online-Apotheke hat 2025 Rekordumsätze erzielt und beim E-Rezept die eigenen Ziele übertroffen. Dennoch strafen Anleger das Unternehmen derzeit massiv ab. Der Grund für die schlechte Stimmung liegt in den Details der Jahresbilanz: Schwächelnde Margen und ein enttäuschender Ausblick für 2026 rücken die fehlende Profitabilität in den Fokus.

E-Rezept boomt, das Kerngeschäft schwächelt

Auf den ersten Blick glänzt die Bilanz für 2025 mit einem Umsatzplus von 24,1 Prozent auf 2,94 Milliarden Euro. Der Wachstumstreiber war eindeutig das deutsche E-Rezept-Geschäft, dessen Erlöse um 98 Prozent auf 503 Millionen Euro nach oben schossen. Auch die aktive Kundenbasis wuchs deutlich auf 13,9 Millionen Nutzer an.

Doch abseits dieses Booms zeigte das margenstarke Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten (OTC) deutliche Schwächen. Im vierten Quartal verlangsamte sich das Wachstum in diesem Segment auf nur noch 9,3 Prozent und verfehlte die Konsensschätzungen. Das Management machte dafür geringere Marketingausgaben und ein allgemein weiches Marktumfeld verantwortlich.

Hohe Kosten drücken auf die Margen

Genau diese Schwäche im OTC-Bereich trifft das Unternehmen an einer empfindlichen Stelle. Zwar stieg das bereinigte EBITDA im Gesamtjahr um 72 Prozent auf 57,4 Millionen Euro, doch im Schlussquartal rutschte die operative Marge auf magere 1,6 Prozent ab. Unter dem Strich steht für 2025 weiterhin ein Nettoverlust von rund 37,7 Millionen Euro.

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Gleichzeitig belasten hohe Investitionen in Logistik und Automatisierung die Kasse. Mit Kapitalausgaben von knapp 119 Millionen Euro bezeichnet Redcare die Jahre 2025 und 2026 als absolute Hochphasen der Investitionen, bevor sich die Ausgaben wieder normalisieren sollen.

Enttäuschender Ausblick sorgt für Kursrutsch

Die Anfang März veröffentlichte Prognose für 2026 konnte die Sorgen der Investoren nicht zerstreuen. Das anvisierte Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent und eine Zielmarge beim bereinigten EBITDA von mindestens 2,5 Prozent blieben hinter den Markterwartungen zurück.

Die Quittung an der Börse folgte prompt. Nach einem drastischen Ausverkauf markierte der Titel gestern bei 42,14 Euro ein neues 52-Wochen-Tief und verzeichnet damit auf Monatssicht einen Verlust von über 36 Prozent. Marktbeobachter werten dies als klares Signal, dass Anleger nun raschere Fortschritte bei der Profitabilität sehen wollen, anstatt reines Umsatzwachstum zu honorieren.

Die strategische Aufgabe für das Management ist damit klar definiert: Das starke Wachstum bei den E-Rezepten muss zwingend in steigende Gewinne übersetzt werden, während gleichzeitig die hohen Investitionskosten verdaut werden müssen. Ob erste Fortschritte bei der Margenverbesserung gelingen, wird sich am 6. Mai 2026 zeigen, wenn Redcare die Zahlen für das erste Quartal vorlegt.

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