Redcare Pharmacy hat den Kapitalmarkt mit einer drastischen Korrektur seiner Mittelfristziele auf dem falschen Fuß erwischt. Anstatt profitabel zu wachsen, zwingt der neue Konkurrenzdruck durch große Drogerieketten das Management zu schmerzhaften Einschnitten bei den Margenerwartungen. Während das Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten unter Beschuss gerät, klammern sich Investoren nun an das stark wachsende Rezeptgeschäft.

Profitabilität unter Druck

Der Auslöser für den jüngsten Ausverkauf liegt in den Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025. Das Management senkte das mittelfristige Ziel für die bereinigte EBITDA-Marge von über acht auf nur noch fünf Prozent. Analysten reagierten prompt: Die Investmentbank Jefferies merkte an, dass das starke Wachstum im Schlussquartal offensichtlich zulasten der Profitabilität ging. Auch die Baader Bank äußerte sich kritisch und bemängelte ein zu konservatives Wachstumsziel für verschreibungspflichtige Medikamente im laufenden Jahr.

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Verantwortlich für die gedämpften Erwartungen ist eine veränderte Wettbewerbslandschaft. Mit dm und Rossmann drängen finanzstarke Drogerieketten in den Online-Handel mit rezeptfreien Medikamenten (OTC). Als Reaktion schraubte Redcare das erwartete OTC-Wachstum von 16 auf 8 bis 10 Prozent herunter. Einen strukturellen Schutzwall bietet hingegen das Segment der verschreibungspflichtigen Medikamente (Rx), das Drogerien gesetzlich verschlossen bleibt. Hier verdoppelte das Unternehmen den Deutschland-Umsatz 2025 auf 503 Millionen Euro und peilt für 2026 mehr als 670 Millionen Euro an.

Logistik-Ausbau belastet die Bilanz

Die reduzierten Aussichten fordern an der Börse ihren Tribut. Seit Jahresbeginn hat der Titel 51,58 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell nur hauchdünn über dem gestrigen 52-Wochen-Tief von 32,32 Euro. Parallel belasten hohe Investitionen in die Infrastruktur die Bilanz und sorgten zuletzt für einen Nettoverlust von rund 35 Millionen Euro. Das neue Versandzentrum im tschechischen Pilsen ging Ende 2025 in Betrieb, während das Hauptlager in Sevenum bis Ende 2026 modernisiert werden soll.

Erste Marktbeobachter registrieren derweil eine leichte Entspannung bei den Leerverkäufern, die ihre Positionen bis Mitte März um über zehn Prozent abgebaut haben. Konkrete Impulse für eine mögliche Neubewertung liefert der Terminkalender im Frühjahr: Auf der Hauptversammlung am 15. April 2026 steht ein größerer Umbau des Aufsichtsrats an, bevor die Quartalszahlen am 6. Mai belegen müssen, ob die angepasste Margenprognose für 2026 ein realistisches Fundament bildet.

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