Redcare Pharmacy Aktie: Führungswechsel zur Unzeit
Redcare Pharmacy stellt sich gleich auf zwei Führungsebenen neu auf. Zum Jahrestreffen am 15. April 2026 sollen drei neue Aufsichtsratsmitglieder gewählt und ein neuer Finanzvorstand formal bestätigt werden — mitten in einer Phase, in der die Aktie massiv unter Druck steht.
Drei neue Gesichter im Aufsichtsrat
Mit Anja Hendel, Max Müller und Peter Schmid von Linstow nominiert der Aufsichtsrat drei externe Kandidaten für die Hauptversammlung. Sie ersetzen Björn Söder, Jérôme Cochet und Jaska de Bakker. Söder und Cochet begleiteten das Unternehmen bereits seit dem Börsengang 2016 — ihr Abgang markiert das Ende einer Ära.
Hendel bringt Erfahrung in digitaler Transformation mit, zuletzt als Geschäftsführerin bei diconium, einem Digitalpartner der Volkswagen-Gruppe. Das Unternehmen erhofft sich durch die Neubesetzungen eine breitere strategische Expertise im Aufsichtsgremium.
Neuer CFO kommt von Amazon
Auch im Vorstand gibt es einen Wechsel. Hendrik Krampe übernimmt den Finanzvorstand und kommt von Amazon, wo er seit 2017 als Finance Director des europäischen Marketplace-Geschäfts tätig war. Seine Erfahrung im Skalieren digitaler Handelsplattformen soll das Rx- und OTC-Geschäft von Redcare stärken. Sein Vorgänger Jasper Eenhorst verließ das Unternehmen, um sich neuen beruflichen Projekten zu widmen.
Wachstum ja — Gewinn noch nicht
Der Führungswechsel fällt in eine finanziell ambivalente Phase. Der Umsatz stieg 2025 um 24 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA kletterte um 72 Prozent auf rund 57 Millionen Euro. Treiber war vor allem das Rezeptgeschäft: Die Rx-Umsätze überschritten erstmals die Milliarden-Grenze, begünstigt durch das wachsende Volumen elektronischer Rezepte in Deutschland.
Nachhaltige Nettogewinne bleiben dennoch aus. Für 2026 peilt das Management eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent an — und mittelfristig nur noch 5 Prozent statt der früher kommunizierten 8 Prozent. Diese Zielkorrektur belastet das Vertrauen der Anleger spürbar.
Aktie auf Jahrestief
Die Kursentwicklung spiegelt die Skepsis des Marktes wider: Gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 138,40 Euro hat die Aktie rund 71 Prozent verloren und notiert aktuell auf ihrem Jahrestief. Die neue Führungsriege übernimmt damit unter erheblichem Erwartungsdruck.
Ob der Umbau an der Spitze das nötige Vertrauen zurückbringt, wird sich spätestens am 6. Mai 2026 zeigen — dann legt Redcare die nächsten Quartalszahlen vor.
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