Xiaomi Aktie: Zwei Fronten, eine Strategie
Gestiegene Speicherpreise belasten das Smartphone-Geschäft, während das Elektroauto-Segment Fahrt aufnimmt. Xiaomi kämpft gerade auf zwei gegensätzlichen Schauplätzen gleichzeitig — und die nächsten Tage entscheiden, welche Seite die Oberhand behält.
Smartphone-Marge unter Druck
Der Kostendruck kommt von außen. Die enorme Nachfrage nach Hochleistungsspeicher für KI-Rechenzentren hat Samsung, SK Hynix und Micron dazu gebracht, ihre Kapazitäten in Richtung margenstärkerer Enterprise-Chips umzulenken. Für den Smartphone-Markt bedeutet das: Die DRAM- und NAND-Preise sind im laufenden ersten Quartal laut Counterpoint Research um 80 bis 90 Prozent gestiegen. IDC erwartet daraufhin einen globalen Rückgang der Smartphone-Auslieferungen um 12,9 Prozent im Jahr 2026.
Xiaomi trifft das besonders hart. Mit einem weltweiten Marktanteil von 13,6 Prozent liegt der Konzern zwar auf Platz drei — diese Position hält er seit 21 aufeinanderfolgenden Quartalen. Der Großteil des Volumens entfällt jedoch auf das mittlere Preissegment, das bei Kostensteigerungen als erstes unter Nachfragedruck gerät. Mit dem Xiaomi 17 ab 999 Euro und dem 17 Ultra ab 1.499 Euro versucht das Unternehmen, den Schnitt nach oben zu verschieben. Ob die Nachfrage bei diesen Preisen mitspielt, bleibt offen.
SU7-Update als Gegengewicht
Auf der anderen Seite liefert das Elektrofahrzeuggeschäft bemerkenswerte Zahlen. Im dritten Quartal 2025 wuchs das EV- und KI-Segment um 199,2 Prozent und erzielte erstmals einen positiven operativen Gewinn von 700 Millionen Yuan. Die Bruttomarge von 25,5 Prozent — bei 108.800 Auslieferungen — zeigt, dass Skaleneffekte greifen.
Am heutigen Mittwoch startet das überarbeitete SU7-Modell offiziell. Die Neuerungen sind substanziell: Standard- und Pro-Versionen wechseln auf eine 752-Volt-Plattform, die Max-Variante erhält sogar eine 897-Volt-Architektur mit einer Ladeleistung, die laut Xiaomi in 15 Minuten bis zu 670 Kilometer Reichweite ermöglicht. Alle Versionen kommen mit LiDAR-Sensoren und einem 700-TOPS-Fahrcomputer.
Trotz eines herausfordernden Preisumfelds erhöht Xiaomi die Preise: Die drei Varianten kosten 229.900, 259.900 und 309.900 Yuan — bis zu 14.000 Yuan mehr als das Vorgängermodell. CEO Lei Jun begründete das mit deutlich gestiegenen Produktionskosten. Dass bereits über 100.000 Vorbestellungen innerhalb von zwei Wochen eingingen, deutet darauf hin, dass die Nachfrage diese Preiserhöhung bislang toleriert. Die Produktion wurde hochgefahren; Beobachter schätzen auf Basis von Werksbeobachtungen täglich bis zu 800 Auslieferungen — ein klarer Kontrapunkt zu den 30-wöchigen Wartezeiten beim Erstmodell.
Jahresergebnisse am 24. März
Am 24. März legt Xiaomi die vollständigen Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vor. Das Absatzziel für 2026 liegt bei 550.000 Fahrzeugen — ein Plus von rund 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Parallel dazu plant der Konzern über die nächsten fünf Jahre Gesamtinvestitionen von mehr als 200 Milliarden Yuan in Forschung und Entwicklung. Die Quartalsergebnisse werden zeigen, wie stark der Speicherpreisschock das Smartphone-Ergebnis konkret belastet hat — und ob das EV-Segment diesen Gegenwind kompensieren kann.
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