Redcare Pharmacy profitierte zur Wochenmitte von einer Kombination aus neuem Analystenlob und günstigen Strukturdaten des deutschen Gesundheitsmarktes. Während die Investmentbank Jefferies ein enormes Aufholpotenzial attestiert, spielt dem Online-Händler auch das fortschreitende Apothekensterben in die Karten. Für die zuletzt stark korrigierte Aktie liefern diese Faktoren neue Argumente für eine mögliche Stabilisierung.

Analysten sehen Chance auf Neubewertung

Die Investmentbank Jefferies bestätigte am Dienstag ihre Kaufempfehlung für den MDAX-Konzern. Analyst Martin Comtesse belässt das Kursziel bei 150 Euro, was vom aktuellen Niveau aus mehr als einer Verdopplung entsprechen würde. Comtesse begründet seine Zuversicht mit einer erwarteten Stimmungsaufhellung bei den Investoren. Die regulatorischen Unsicherheiten, die lange wie ein Damoklesschwert über dem Titel hingen, dürften seiner Einschätzung nach abnehmen. Diese reduzierte Risikowahrnehmung könnte als Katalysator für eine Neubewertung der Aktie fungieren.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Redcare Pharmacy?

Unterstützung erhält diese These von der fundamentalen Marktentwicklung. Aktuelle Daten zeigen, dass die Zahl der stationären Apotheken in Deutschland auf den tiefsten Stand seit fast 50 Jahren gefallen ist. Diese Konsolidierung im stationären Sektor treibt Patienten zwangsläufig zu digitalen Alternativen, wovon Marktführer wie Redcare überproportional profitieren könnten.

Diskrepanz zwischen Kurs und Expertenmeinung

Die aktuelle Marktbewertung steht in scharfem Kontrast zur Einschätzung institutioneller Beobachter. Während die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten über 40 Prozent an Wert eingebüßt hat, sehen Analysten die langfristigen Wachstumstreiber intakt. Neben Jefferies hatte zu Wochenbeginn bereits Deutsche Bank Research das "Buy"-Rating mit einem noch ambitionierteren Kursziel von 200 Euro bestätigt.

Hintergrund der jüngsten Kursschwäche waren unter anderem die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025. Redcare steigerte den Umsatz zwar um beachtliche 24 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, verfehlte damit aber knapp die eigene Prognose von "mehr als 25 Prozent". Dennoch bleibt die Wachstumsstory intakt, insbesondere im Hinblick auf die strukturelle Verschiebung hin zum E-Rezept.

Blick auf den März

Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 4. März 2026, wenn der Konzern seinen vollständigen Geschäftsbericht vorlegt. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob Redcare die theoretischen Vorteile durch weniger stationäre Konkurrenz und die E-Rezept-Einführung in profitable Marktanteilsgewinne ummünzen kann. Gelingt im geprüften Zahlenwerk der Nachweis einer verbesserten Profitabilität, wäre das fundamentale Fundament für eine nachhaltige Trendwende gelegt.

Redcare Pharmacy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Redcare Pharmacy-Analyse vom 14. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Redcare Pharmacy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Redcare Pharmacy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Redcare Pharmacy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...