Der Jahresstart 2026 verläuft für Redcare Pharmacy alles andere als entspannt. Zum einen drückt ein neuer, sehr starker Wettbewerber auf die Stimmung. Zum anderen muss das Unternehmen parallel eine größere Finanzverpflichtung schultern. Wie stark belasten diese beiden Faktoren die Aktie tatsächlich?

Neuer Konkurrent dm erhöht den Druck

Im Mittelpunkt steht der Einstieg des Drogisten dm in den Versand von nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten (OTC). Der Konzern startet einen eigenen Online-Versand für diese Produkte und greift damit direkt in das Kerngeschäft von Online-Apotheken ein.

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  • dm verschickt OTC-Produkte aus einem Logistikzentrum im tschechischen Bor direkt an deutsche Kunden.
  • Das Angebot zielt klar auf den gleichen Kundenkreis wie Redcare Pharmacy und DocMorris.
  • Marktbeobachter werten die Kombination aus starker Marke und großer Stammkundschaft von dm als ernstzunehmende Bedrohung für die Marktanteile etablierter Online-Apotheken.

An der Börse sorgt vor allem die Aussicht auf intensiveren Preiswettbewerb für Unruhe. In einem Segment, in dem die Margen ohnehin unter Druck stehen, könnten aggressive Preise von dm die Ertragslage weiter einengen.

Finanzielle Last durch Wandelanleihe

Parallel zur neuen Wettbewerbssituation arbeitet Redcare Pharmacy an der Rückzahlung der Wandelanleihe 2021/2028. Die Gesellschaft hatte Ende Dezember 2025 offiziell die Rücknahme dieser Anleihe angekündigt.

Diese Rückzahlung verändert die Liquiditätsstruktur zu Jahresbeginn spürbar. Zwar gilt ein Schuldenabbau grundsätzlich als positiv, doch die Kombination aus hohen Mittelabflüssen und verschärfter Konkurrenz verunsichert viele Anleger. Die Aktie liegt aktuell mit rund 48 % im Zwölf-Monats-Vergleich im Minus und notiert mit 67,95 € deutlich unter dem 52‑Wochen-Hoch von 138,40 €.

Technisches Bild und Branchensicht

Charttechnisch bleibt das Bild angeschlagen. Der Kurs bewegt sich mit einem leichten Tagesminus von 0,37 % bei 67,95 € zwar etwas über dem 52‑Wochen-Tief, aber klar unter dem 200‑Tage-Durchschnitt, was den übergeordneten Abwärtstrend unterstreicht.

Auch die Peer Group sendet keine Entwarnung: DocMorris zeigt eine vergleichbare Schwäche, was darauf hindeutet, dass der Druck nicht nur unternehmensspezifisch, sondern branchenweit spürbar ist – verstärkt durch das neue dm-Szenario.

Im Fokus steht nun, wie dm seine Preisstrategie konkret ausgestaltet und in welchem Umfang bestehende Kunden von Online-Apotheken abwandern. Gelingt es Redcare, die Kundentreue zu halten, ohne über Rabatte die Marge weiter zu opfern, wäre das ein wichtiges Signal für eine mögliche Stabilisierung.

Fazit: Belasteter Start ins Jahr

Für Redcare Pharmacy trifft zum Jahresbeginn 2026 eine operative und eine finanzielle Herausforderung gleichzeitig zusammen: ein großer neuer Wettbewerber im Kerngeschäft und die Rückzahlung der Wandelanleihe. Beides zusammen hält den Titel unter Druck und erklärt die deutliche Distanz zum früheren Kursniveau. Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, wie gut das Unternehmen in den kommenden Monaten seine Marktposition im OTC-Geschäft behauptet, während die Bilanz Schritt für Schritt von der Anleihelast befreit wird.

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