Lynas Rare Earths beschränkt sich künftig nicht mehr nur auf die Produktion von Seltenerden-Oxiden. Mit einem neuen Rahmenvertrag steigt das Unternehmen direkt in die Metallverarbeitung ein — und setzt damit einen weiteren Baustein seiner Wachstumsstrategie bis 2030 um.

Metallisierungsanlage in Vietnam geplant

Lynas hat mit LS Eco Energy, einer Tochter des südkoreanischen Konzerns LS Cable & System, eine Vereinbarung zur Entwicklung einer Seltenerden-Metallanlage in Vietnam unterzeichnet. LS Eco Energy wird die Anlage errichten und dort Lynas-Oxide zu Metallen verarbeiten, die für Permanentmagnete benötigt werden — ein zentrales Material in Elektrofahrzeugen und Windkraftanlagen.

Bislang erwirtschaftet Lynas den Großteil seiner Erlöse mit Oxiden, die anschließend von Dritten weiterverarbeitet werden. Die neue Anlage soll diesen Schritt künftig intern abbilden. Priorität hat zunächst die Samarium-Metallproduktion, langfristig sollen auch Neodym-Praseodym sowie die Schwermetalle Dysprosium und Terbium folgen. Die Rohstoffe stammen aus Lynas' Betrieb in Malaysia und der australischen Mine Mt Weld.

LS Eco Energy plant, den Betrieb in Vietnam bereits im vierten Quartal dieses Jahres aufzunehmen.

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Gegenseitige Kapitalbeteiligung

Die Vereinbarung geht über eine reine Produktionspartnerschaft hinaus. Beide Unternehmen beabsichtigen, jeweils Wandelanleihen im Wert von rund 30 Millionen australischen Dollar beim jeweils anderen zu zeichnen — ein finanzielles Bekenntnis, das die strategische Bindung unterstreicht.

CEO Amanda Lacaze bezeichnete den Zugang zur Metallisierung als „kritisch für eine robuste Seltenerden-Industrie" und als zentralen Pfeiler der „Towards 2030"-Initiative. Dieses Wachstumsprogramm ist bereits mit einer Kapitalerhöhung von 932 Millionen australischen Dollar hinterlegt.

Geopolitischer Rückenwind

Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem westliche Regierungen ihre Lieferketten für Seltene Erden unabhängiger von China aufstellen wollen. Chinas Exportbeschränkungen als Reaktion auf US-Zölle haben den Druck auf alternative Quellen erhöht. Lynas ist der einzige nennenswerte Produzent separierter Seltener Erden außerhalb Chinas — eine Position, die das Unternehmen zuletzt mit weiteren Partnerschaften ausgebaut hat. Erst Anfang des Monats unterzeichnete Lynas ein Memorandum of Understanding mit Japan Australia Rare Earths zur Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette.

An der australischen Börse legte die Aktie nach Bekanntgabe des Deals um bis zu 2,8 Prozent zu. Seit Jahresbeginn hat der Kurs bereits rund 64 Prozent zugelegt — getragen von einer Reihe strategischer Abschlüsse, die Lynas schrittweise vom reinen Oxidlieferanten zum integrierten Verarbeiter transformieren.

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