Die Schere zwischen operativer Stärke und Kursperformance bei RENK könnte kaum größer sein. Während das Unternehmen für 2025 Rekordwerte bei Umsatz und Auftragsbestand meldete, verlor die Aktie heute rund sieben Prozent — und notiert damit auf dem tiefsten Stand seit Dezember 2025.

BofA kappt Kursziel, bleibt aber optimistisch

Auslöser des heutigen Ausverkaufs war eine Kurszielanpassung der Bank of America. Die Analysten reduzierten ihr Ziel von 71,00 Euro auf 62,50 Euro — ein Rückgang von knapp zwölf Prozent. Das Kaufvotum behielten sie allerdings bei. Die grundsätzliche Investment-These sei intakt, die Schätzungen für künftige Cashflows jedoch konservativer angesetzt worden.

Für eine Aktie, die zuletzt noch bei fast 89 Euro notierte, ist das eine empfindliche Neubewertung. Mit einem Schlusskurs von 48,63 Euro liegt RENK nun mehr als 45 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Oktober 2025.

Sektor unter Druck, Auftragsbuch auf Rekordniveau

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RENK war nicht allein. Auch Rheinmetall und Hensoldt gerieten am Donnerstag unter Druck — eine sektorweite Korrektur, die trotz anhaltender NATO-Forderungen nach mehr Rüstungskapazitäten stattfindet. Kurzfristige Risikoaversion überwog, Anleger nahmen Gewinne mit.

Dabei liefern die Fundamentaldaten ein anderes Bild. Der Umsatz kletterte 2025 auf 1,37 Milliarden Euro, der Auftragsbestand erreichte mit 6,68 Milliarden Euro einen historischen Höchstwert. Zuletzt sicherte sich die US-Tochter Renk America einen Auftrag der US-Armee über 57 Millionen Dollar für AVDS-1790-Motoren — ein weiteres Zeichen für die anhaltende Nachfrage.

Der Kurs spiegelt das derzeit nicht wider. Ob die aktuelle Schwächephase eine Einstiegsgelegenheit darstellt oder die Neubewertung durch die Analysten erst ihren Anfang genommen hat, werden die nächsten Wochen zeigen — zumal der 200-Tage-Durchschnitt bei rund 62 Euro als technische Orientierungsmarke inzwischen weit entfernt liegt.

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