Während der breite Markt am Freitag schwächelte, stürmte Realty Income auf ein frisches 52-Wochen-Hoch. Hinter der Rally stehen zwei strategische Schachzüge: eine Anleiheemission über 862,5 Millionen Dollar und eine Milliarden-Partnerschaft mit Singapurs Staatsfonds GIC. Für den "Monthly Dividend"-REIT könnte damit ein neues Wachstumskapitel beginnen.

Technischer Ausbruch auf Allzeithoch

Am Freitag schloss die Aktie bei 61,43 Dollar – ein Plus von 1,15 Prozent. Im Tagesverlauf markierte der Titel bei 61,54 Dollar ein neues 52-Wochen-Hoch und handelt damit deutlich über seinen gleitenden Durchschnitten. Die 50-Tage-Linie liegt bei 57,34 Dollar, die 200-Tage-Linie bei 58,09 Dollar. Technisch betrachtet hat sich damit ein klassisches "Golden Cross" gebildet, das auf anhaltende Aufwärtsdynamik hindeutet.

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Das Handelsvolumen übertraf mit 7,1 Millionen Aktien den Durchschnitt um etwa sieben Prozent. Die Marktkapitalisierung beträgt mittlerweile rund 56,5 Milliarden Dollar.

Doppelter Wachstumsschub

Der Kursanstieg basiert auf zwei konkreten Maßnahmen. Zum einen hat Realty Income erfolgreich Wandelanleihen im Volumen von 862,5 Millionen Dollar platziert. Die Nettoerlöse von etwa 845,5 Millionen Dollar sollen für allgemeine Unternehmenszwecke, Schuldenrückzahlung und neue Investitionen eingesetzt werden.

Parallel dazu hat der REIT ein Joint Venture mit GIC, dem Staatsfonds Singapurs, gegründet. Gemeinsam wollen beide Partner 1,5 Milliarden Dollar in die Entwicklung von Logistikimmobilien in den USA investieren. Der Schritt diversifiziert das Portfolio über das traditionelle Einzelhandelsgeschäft hinaus und sichert eine langfristige Wachstumspipeline mit einem finanzkräftigen Investor.

Dividendentradition hält

Einkommensinvestoren dürften ebenfalls zufrieden sein. Am 13. Januar beschloss der Verwaltungsrat die 667. monatliche Dividende in Folge. Die Ausschüttung beträgt 0,27 Dollar je Aktie, auf das Jahr hochgerechnet 3,24 Dollar. Die Zahlung erfolgt am 13. Februar an Aktionäre, die am 30. Januar im Register stehen.

Bei einer aktuellen Rendite von etwa 5,3 Prozent bietet die Aktie einen deutlichen Aufschlag auf zehnjährige US-Staatsanleihen. Der Status als Dividenden-Aristokrat bleibt damit intakt.

Analysten heben Kursziele an

An der Wall Street reagieren Experten unterschiedlich. Stifel bestätigte sein "Buy"-Rating und erhöhte das Kursziel auf 67,75 Dollar. Die Begründung: Die neuen Kapitalmaßnahmen dürften mittelfristig Wert schaffen. Mizuho bleibt hingegen mit einem "Neutral"-Rating und einem Ziel von 60 Dollar vorsichtiger, verweist aber auf Bewertungsrisiken.

Sollte die Marke von 61,50 Dollar als neue Unterstützung halten, sehen Charttechniker Potenzial bis 65 Dollar. Allerdings deutet der RSI-Indikator auf eine kurzfristige Überhitzung hin – eine Konsolidierung vor der nächsten Aufwärtsbewegung wäre nicht ungewöhnlich.

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