Trotz einer beibehaltenen Kaufempfehlung liefert Goldman Sachs einen Dämpfer für den Sportartikelhersteller. Die US-Investmentbank senkte ihr Kursziel und verweist auf hartnäckige operative Probleme, die die kurzfristige Fantasie begrenzen. Währenddessen versucht der Konzern, mit einer neuen Partnerschaft in der Formel 1 strategisch gegenzusteuern.

  • Kursziel gesenkt: Goldman Sachs korrigiert Zielmarke auf 26,50 Euro.
  • Operative Bremse: Normalisierung der Lagerbestände verläuft schleppender als gedacht.
  • Zukunftsmusik: Neuer Ausrüster-Deal mit McLaren ab 2026 bestätigt.

Lagerbestände drücken die Stimmung

Das dominierende Thema für die Anleger ist die jüngste Anpassung durch Goldman Sachs. Analyst Richard Edwards senkte das Kursziel am Donnerstag von zuvor 29,00 auf nun 26,50 Euro. Zwar bleibt das Votum formal auf „Buy“, doch die Begründung wiegt schwerer als das Label: Die Schätzungen wurden an eine langsamere Bereinigung der Lagerbestände angepasst.

Dies signalisiert dem Markt, dass die Inventar-Probleme zäher sind als bisher angenommen. Auch wenn die Aktie mit einem Schlusskurs von 21,84 Euro aktuell noch Aufwärtspotenzial zum neuen Ziel bietet, dämpft die Analyse die Erwartungen. Der Kurs hält sich zwar knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 21,53 Euro, doch die operative Hängepartie verhindert einen dynamischen Ausbruch nach oben.

Strategische Offensive im Motorsport

Fast zeitgleich zur skeptischen Analystenstimme meldete Puma einen langfristigen Erfolg im Marketing. Ab der Saison 2026 wird das Unternehmen offizieller Ausrüster von McLaren Racing. Der Deal umfasst neben der Formel 1 auch die IndyCar Series und die F1 Academy und löst den bisherigen Partner Castore ab.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Puma?

Puma zielt damit auf eine höhere Sichtbarkeit im margenstarken Motorsport-Segment ab. Die Reaktion am Markt fiel jedoch verhalten aus, da sich die finanziellen Auswirkungen dieser Partnerschaft erst in der Zukunft in den Büchern niederschlagen werden.

Extreme Uneinigkeit der Experten

Für Verunsicherung sorgt zudem die enorme Bandbreite der Analystenschätzungen. Während Berenberg mit einem Ziel von 40,00 Euro einsam an der Spitze steht, sehen andere Häuser kaum noch Luft oder sogar deutliche Risiken:

  • RBC Capital: Neutrales Votum mit einem Ziel von 20,00 Euro.
  • Deutsche Bank: Votum „Hold“ mit einem Ziel von 16,00 Euro.

Besonders die Einschätzung der Deutschen Bank wiegt schwer, da sie ein Abwärtsrisiko impliziert, das den Kurs theoretisch in Richtung des 52-Wochen-Tiefs von 15,48 Euro drücken könnte. Die Experten rechnen dort erst nach 2026 mit einer Rückkehr zur vollen Profitabilität.

Fazit

Die Puma-Aktie befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen langfristigen strategischen Erfolgen wie dem McLaren-Deal und akuten operativen Altlasten. Solange die Lagerbestände nicht nachweislich und zügig abgebaut werden, dürfte der Widerstand für den Aktienkurs hoch bleiben. Anleger müssen sich darauf einstellen, dass die skeptischen Bestandsprognosen die Kursentwicklung in den kommenden Monaten stärker beeinflussen als Marketing-Erfolge, die erst 2026 greifen.

Puma-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Puma-Analyse vom 23. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Puma-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Puma-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Puma: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...