Der Sportartikelhersteller Puma verarbeitet aktuell den größten Verlust seiner Unternehmensgeschichte. Doch ausgerechnet in dieser tiefen operativen Krise steigen mit dem chinesischen Branchenriesen Anta Sports und der britischen Frasers Group gleich zwei gewichtige Großinvestoren ein. Was treibt diese Milliardeninvestments in eine derart angeschlagene Marke an?

Die Ausgangslage für das Management könnte anspruchsvoller kaum sein. Anstelle des Gewinns aus dem Vorjahr steht für 2025 ein Nettoverlust von 643,6 Millionen Euro in den Büchern. Hohe Lagerbestände, eine schwache globale Nachfrage und aggressive Rabattaktionen drückten den Umsatz um über 13 Prozent nach unten. Für die Aktionäre bedeutet dies den kompletten Ausfall der Dividende. Auch an der Börse spiegelt sich diese harte Realität wider: Auf Sicht der letzten zwölf Monate hat der Titel fast 28 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei 21,55 Euro.

Anta und Frasers: Strategische Synergien

Genau in dieses Vakuum stoßen nun die neuen Akteure. Anta Sports sicherte sich für 1,5 Milliarden Euro stolze 29,1 Prozent der Anteile von der französischen Pinault-Familie. Kurz darauf baute der britische Milliardär Mike Ashley über seine Frasers Group eine Position von knapp sechs Prozent auf. Marktbeobachter sehen in dieser Konstellation erhebliches Synergiepotenzial.

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Während Puma in Europa und Lateinamerika stark positioniert ist, dominieren die Chinesen ihren Heimatmarkt – eine Region, in der die Herzogenauracher bisher Schwächen zeigten. Frasers wiederum ist als Muttergesellschaft von Sports Direct ein essenzieller europäischer Vertriebspartner. Anta bringt zudem wichtige Fertigungskapazitäten mit an den Tisch und strebt nach Abschluss des Deals Ende 2026 einen Sitz im Aufsichtsrat an.

Fokus auf den Direktvertrieb

Um das Ruder operativ herumzureißen, hat CEO Arthur Hoeld einen weitreichenden Konzernumbau eingeleitet. Ein strukturelles Hauptproblem ist die hohe Abhängigkeit vom Großhandel, der noch immer über 70 Prozent der Erlöse ausmacht und tendenziell niedrigere Margen liefert. Zukünftig soll der Fokus verstärkt auf dem margenstärkeren Direktvertrieb sowie den Kernsportarten Fußball und Running liegen.

Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Produktentwicklung voran. Erst kürzlich wurde die Eröffnung eines gemeinsamen Forschungslabors mit dem Spezialisten Shincell in China verkündet, um die hauseigene Laufschuhtechnologie durch neue, leichtere Materialien weiter zu verbessern.

Das laufende Jahr 2026 wurde vom Management bereits als Übergangsjahr mit einem weiteren prognostizierten operativen Verlust zwischen 50 und 150 Millionen Euro deklariert. Eine Rückkehr auf den Wachstumspfad ist frühestens für 2027 angesetzt. Ob die Sanierungsmaßnahmen schnell genug greifen, muss das Management nun unter den wachsamen Augen der neuen Großaktionäre beweisen. Erste konkrete Einblicke in die Fortschritte des Umbaus wird der Quartalsbericht am 30. April liefern.

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